Massiver Stromausfall legt Mumbai lahm: 2,5 Millionen Haushalte betroffen, Flughafen auf Notstrom

Massiver Stromausfall legt Mumbai lahm: 2,5 Millionen Haushalte betroffen, Flughafen auf Notstrom

Einleitung

Ein massiver Stromausfall hat am 23. Dezember 2025 große Teile der indischen Finanzmetropole Mumbai lahmgelegt. Nach Angaben des Energieversorgers Adani Electricity Mumbai waren ab 10:47 Uhr Ortszeit etwa 2,5 Millionen Haushalte und Gewerbebetriebe in den Bezirken South Mumbai, Central Mumbai und Parel ohne Stromversorgung.

Chronologie und Details

Der Ausfall begann um 10:47 Uhr und dauerte in den am stärksten betroffenen Gebieten bis zu drei Stunden an. Der Chhatrapati Shivaji Maharaj International Airport (CSMIA) schaltete umgehend auf Notstromaggregate um, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Mumbai Metro stellte ihren Betrieb zwischen den Stationen Aarey und Dahisar für 45 Minuten ein. Der zuständige Energieversorger Adani Electricity Mumbai gab in einer ersten Stellungnahme eine „technische Störung im 400-Kilovolt-Übertragungssystem“ als Ursache an. Ein Sprecher des Unternehmens, Rajesh Mehta, sagte: „Unsere Teams arbeiteten unter Hochdruck an der Wiederherstellung. Die vollständige Versorgung wurde gegen 14:00 Uhr wiederhergestellt.“ Lokale Medien berichteten von erheblichen Verkehrsbehinderungen, da Ampeln ausfielen.

Hintergrund

Mumbai, mit über 20 Millionen Einwohnern im Ballungsraum, ist auf eine stabile Stromversorgung angewiesen. Der Ausfall traf die Stadt während der Hauptgeschäftszeit. Bereits im Oktober 2020 hatte ein ähnlicher, großflächiger Stromausfall Teile Mumbais für über 12 Stunden lahmgelegt, was zu einer Untersuchung durch die staatliche Aufsichtsbehörde führte. Das indische Stromnetz ist für seine Anfälligkeit bekannt; ein historischer Blackout im Juli 2012 hatte über 620 Millionen Menschen in Nord- und Ostindien betroffen. Die jüngste Störung wirft erneut Fragen zur Zuverlässigkeit der kritischen Infrastruktur in einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt auf.

Bildquelle: Pixabay