Dortmund. Die Dortmunder Polizei und die Staatsanwaltschaft Dortmund haben einem international agierenden Drogenschmuggler das Handwerk gelegt. Ein 36-jähriger Tatverdächtiger aus dem Raum Dortmund steht im Verdacht, über Jahre hinweg tonnenweise Marihuana nach Europa geschmuggelt zu haben. Bei der jetzt abgeschlossenen Großaktion beschlagnahmten die Ermittler insgesamt elf Tonnen der Droge.
Geniale Tarnung flog auf
Den Fahndern war der Mann bereits seit längerer Zeit bekannt. Bereits im Jahr 2020 nutzte er nach Ermittlungserkenntnissen leere Weinfässer in Schiffscontainern als Tarnung. Im Jahr 2025 wechselte er seine Methode und versteckte die Rauschgift-Ladungen in Containern, die offiziell mit Dämmplatten beladen waren. Diese geniale Tarnung flog bei einer gemeinsamen Kontrolle von Zoll und Polizei in einem europäischen Hafen auf und lieferte den entscheidenden Hinweis für die Dortmunder Ermittler.
Internationales Netzwerk zerschlagen
Die anschließenden Ermittlungen offenbarten ein komplexes, internationales Schmuggelnetzwerk. Der 36-Jährige soll die Lieferungen aus Übersee organisiert und die Logistik bis nach Deutschland koordiniert haben. Ein wesentlicher Baustein für den Fahndererfolg war die intensive internationale Zusammenarbeit, insbesondere im Rahmen der Polizeilichen Zusammenarbeit mit der Türkei (P.TÜR).
Der Festgenommene wurde dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, schweren Drogenhandel in nicht geringen Mengen und im geschäftsmäßigen Stil betrieben zu haben.
Fakten zum Fall im Überblick:
- Beschlagnahmte Menge: 11 Tonnen Marihuana.
- Straßenverkaufswert: Geschätzt mehrere zehn Millionen Euro.
- Tatverdächtiger: 36-jähriger Deutscher aus dem Raum Dortmund.
- Schmuggelmethode: Tarnung in Schiffscontainern (z.B. als Dämmplatten).
- Ermittlungsdauer: Langfristige Ermittlungen, die 2025 zum Durchbruch führten.
- Kooperation: Enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, darunter P.TÜR.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund zeigte sich erleichtert über den Schlag gegen die Organisierte Kriminalität: „Diese Menge an Rauschgift wäre unweigerlich auf unseren Straßen gelandet. Die Festnahme ist ein großer Erfolg für alle beteiligten Behörden.“ Die Ermittlungen zur vollständigen Aufklärung der Logistikkette und möglicher weiterer Beteiligter dauern an.
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Quelle: Polizei Dortmund



