Rohstoffausbeutung und Migration in Lateinamerika: Ein Teufelskreis?
Die Ausbeutung von Rohstoffen in Lateinamerika treibt die Migration an und verschärft soziale Ungleichheit. Millionen Menschen fliehen innerhalb der Region vor politischer Instabilität, Armut und Gewalt, die oft durch den Kampf um Ressourcen verschärft werden.
WER? Betroffen sind vor allem indigene Gemeinschaften und Kleinbauern, die durch den Bergbau und die Landwirtschaft vertrieben werden. Zielländer sind häufig die USA, aber auch andere lateinamerikanische Staaten.
WAS? Rohstoffausbeutung führt zu Umweltzerstörung, Landraub und Vertreibung. Die betroffenen Menschen sehen oft keine andere Wahl, als ihre Heimat zu verlassen.
WO? Besonders betroffen sind Regionen mit reichen Rohstoffvorkommen, wie das Amazonasgebiet, aber auch Länder wie Venezuela, Kolumbien und Honduras.
WANN? Die Problematik ist nicht neu, hat sich aber in den letzten Jahren durch den steigenden Bedarf an Rohstoffen und die Zunahme von Gewalt und politischer Instabilität verschärft.
WARUM? Die Ursachen sind vielfältig: Neokolonialistische Strukturen, die es ausländischen Konzernen ermöglichen, die Rohstoffe auszubeuten, korrupte Regierungen, die Profite über die Interessen der Bevölkerung stellen, und ein Mangel an Alternativen für die Menschen vor Ort.
WIE? Die Rohstoffausbeutung erfolgt oft unter Missachtung von Umweltstandards und Menschenrechten. Land wird illegal enteignet, Flüsse werden verschmutzt, und Menschen werden gewaltsam vertrieben.
Die Weltbank hat im Dezember 2025 einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zwischen 2022 und 2024 rund 741 Milliarden US-Dollar mehr an Zinsen und Tilgungen für den externen Schuldendienst zahlten, als sie an neuen Krediten erhielten. Dies ist der höchste Nettoabfluss seit mindestens 50 Jahren. Zum zweiten Mal in Folge erreichten die Zinszahlungen dieser Länder ein Rekordniveau und liegen inzwischen mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahrzehnt.
Die Schuldensituation verschärft die Abhängigkeit der Länder des globalen Südens und zwingt sie, ihre Rohstoffe noch rücksichtsloser auszubeuten, um die Schulden zu bedienen. Dies führt zu einem Teufelskreis aus Rohstoffausbeutung, Umweltzerstörung, Migration und Armut.
Es braucht einen Paradigmenwechsel, der die Interessen der Menschen und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehört eine gerechtere Handelspolitik, eine Entschuldung der betroffenen Länder und eine Stärkung der Rechte indigener Gemeinschaften.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Global South Report



