Stromnetz bricht in drei Bundesstaaten zusammen
Am 28. Dezember 2025 um 17:47 Uhr Ortszeit fiel die Stromversorgung in weiten Teilen von Mexiko-Stadt, dem Bundesstaat México und Hidalgo aus. Das staatliche Energieunternehmen Comisión Federal de Electricidad (CFE) bestätigte, dass 1,2 Millionen Haushalte und Unternehmen für durchschnittlich 4 Stunden und 15 Minuten ohne Elektrizität waren. Der Ausfall erstreckte sich über mindestens 35 Stadtbezirke (Alcaldías) der Hauptstadt, darunter das historische Zentrum, Cuauhtémoc, Benito Juárez und Miguel Hidalgo.
Chaos im Verkehr und in Krankenhäusern
Der Zusammenbruch des Netzes führte zum Stillstand von mindestens sechs Linien der Metro de la Ciudad de México, die täglich über 4,5 Millionen Menschen befördert. 127 Ampeln fielen aus, was zu einem Verkehrschaos mit über 800 gemeldeten Zwischenfällen führte. Das Gesundheitsministerium meldete Notfallbetrieb in 12 öffentlichen Krankenhäusern, darunter das Hospital General „Dr. Eduardo Liceaga“. Notstromaggregate versagten in mindestens drei Einrichtungen, was zu Verzögerungen bei 34 geplanten Operationen führte.
Ursache: Überlastung und veraltete Infrastruktur
Luis Bravo, technischer Direktor des CFE, führte den Blackout auf eine „kaskadierende Überlastung“ nach dem Ausfall einer 400-Kilovolt-Leitung im Umspannwerk Tula im Bundesstaat Hidalgo zurück. Das nationale Stromnetz (SEN) operierte zum Zeitpunkt des Vorfalls mit einer Auslastung von 93%. Dieser Vorfall folgt auf einen ähnlichen, kleineren Ausfall am 15. Juli 2024, der 300.000 Haushalte im Norden der Stadt betraf. Kritiker wie die Ingenieursvereinigung Colegio de Ingenieros Mecánicos y Electricistas verweisen seit Jahren auf die veraltete Infrastruktur, deren durchschnittliches Alter bei 32 Jahren liegt, und Investitionsrückstände von schätzungsweise 15 Milliarden US-Dollar.
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