Zum Tod von Xatar: Trauer um den Bonner Rapper und Musikunternehmer

Zum Tod von Xatar: Trauer um den Bonner Rapper und Musikunternehmer
Quelle: Pixabay

Ein Leben für die Musik und die Menschen: Zum Tod von Xatar

Die Musikwelt und die Region Köln/Bonn trauern um Giwar Hajabi, besser bekannt als Xatar, der am 7. Mai 2025 in Köln verstarb. Der Tod des kurdischstämmigen Rappers, Produzenten und Unternehmers aus Bonn hinterlässt eine große Lücke in der deutschen Hip-Hop-Szene und darüber hinaus.

Xatar wurde am 24. Dezember 1981 im iranischen Sanandadsch geboren. Seine musikalische Reise begann früh, als er im Alter von neun Jahren mit dem Klavierspielen begann. Doch es war seine authentische Stimme und sein ungeschönter Blick auf das Leben, die ihn zu einer prägenden Figur des Deutschrap machten.

In Bonn und Köln baute sich Xatar ein beeindruckendes musikalisches und unternehmerisches Imperium auf. Er gründete die Labels Alles oder Nix Records, Kopfticker Records, Groove Attack TraX und Goldmann Entertainment und förderte damit zahlreiche Talente wie SSIO, Schwesta Ewa, Eno, Mero und Sero el Mero. Seine Labels waren nicht nur Plattformen für Musik, sondern auch Sprungbretter für junge Künstler, die er unterstützte und ihnen eine Stimme gab.

Neben seiner Musik bewies Xatar auch unternehmerischen Weitblick. Mit der Shisha-Bar Bar Noon, dem Köfte-Imbiss Haval Grill, der Tabak-Marke Orijinal und dem Schmuck- und Kleidungsdesign für Massari schuf er eine vielfältige Geschäftswelt. Diese Unternehmungen zeugen von seinem Gespür für Trends und seinem Wunsch, sich immer wieder neu zu erfinden.

Xatars Leben war aber auch von Brüchen und Kontroversen geprägt. Sein Überfall auf einen Goldtransporter im Jahr 2009 brachte ihm bundesweite Bekanntheit und eine Haftstrafe ein. Diese Erfahrungen verarbeitete er in seiner Autobiografie „Alles oder Nix: Bei uns sagt man, die Welt gehört dir“, die 2015 erschien und einen schonungslosen Einblick in sein Leben gewährte.

Sein Leben wurde von Regisseur Fatih Akin unter dem Titel „Rheingold“ verfilmt. Der Film feierte im Herbst 2022 Premiere und kam am 27. Oktober 2022 in die deutschen Kinos.

Am 20. August 2025 wurde bekannt, dass anlässlich Xatars ersten Todestages am 7. Mai 2026 ein großes Abschiedskonzert stattfinden soll.

Xatar hinterlässt eine Frau und fünf Kinder. Sein musikalisches Erbe und sein Einfluss auf die deutsche Hip-Hop-Szene werden jedoch unvergessen bleiben. Er war ein Künstler, der polarisierte, aber auch inspirierte und der der Region Köln/Bonn seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Stadtarchivar