Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet angespannt: Hohe Arbeitslosigkeit trotz leichter Verbesserungen

Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet angespannt: Hohe Arbeitslosigkeit trotz leichter Verbesserungen
Quelle: Pixabay

Der Pott kocht: Aktuelle Lage im Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet, wo einst Kohle und Stahl das Sagen hatten, weht 2026 ein anderer Wind. Die Transformation von der Industriemacht zum Dienstleistungszentrum ist zwar in vollem Gange, aber noch lange nicht abgeschlossen. Das Revier, das sich von Duisburg bis Dortmund erstreckt, kämpft weiterhin mit den Nachwirkungen des Strukturwandels.

Die Arbeitslosigkeit ist ein ständiger Begleiter. Obwohl die Zahlen im Oktober 2025 leicht sanken, bleibt die Lage angespannt. Besonders in Gelsenkirchen und Duisburg ist die Quote mit 15,2 bzw. 13,1 Prozent weiterhin hoch. Lichtblicke gibt es aber auch: Der Kreis Wesel verzeichnet mit 7,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im gesamten Ruhrgebiet. Insgesamt waren im Oktober 2025 etwa 279.312 Menschen im Ruhrgebiet ohne Job.

Wirtschaftlich gesehen trüben sich die Aussichten ein wenig ein. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet sehen über 60 Prozent der Betriebe die Politik als Risiko für ihre Entwicklung. Der Konjunkturklimaindex ist gesunken, besonders im Handel ist die Stimmung gedrückt. Eon hingegen erwartet für 2026 sinkende Energiepreise, was die Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Ruhr-Region entlasten könnte.

Auch in der Politik brodelt es. Die SPD sucht noch nach ihrer Führungsfigur für die kommende Landtagswahl. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hingegen kann sich entspannt zurücklehnen, denn seine Partei liegt in den Umfragen vorne. Ein zentrales Thema für NRW wird 2026 die innere Sicherheit sein, denn im März tritt ein neues Verfassungsschutzgesetz in Kraft.

Abseits der großen Politik gibt es aber auch positive Nachrichten. Der Zoo Duisburg investiert in eine neue Anlage für Zwergflusspferde. In Essen sind neue Sportstätten geplant. Und wer günstig mit Bus und Bahn durch NRW düsen will, kann sich das SchöneFerienTicket schnappen.

Die Zuwanderung aus Südosteuropa ist weiterhin ein wichtiges Thema. Zwar sind Arbeitskräfte aus dieser Region in vielen Branchen unverzichtbar, aber Integration braucht gezielte Unterstützung.

Trotz aller Herausforderungen: Das Ruhrgebiet ist mehr als nur Arbeitslosigkeit und Strukturwandel. Hier wird gemocht, gekämpft und gefeiert. Und auch wenn die Autobahnen bröckeln und die Politik manchmal Kopfschmerzen bereitet, bleibt der Pott das Herz von NRW.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Redaktion Ruhr