Neue Landschaftsversammlung Rheinland konstituiert sich

Neue Landschaftsversammlung Rheinland konstituiert sich

Neue Landschaftsversammlung Rheinland tritt zusammen: Kommunale Selbstverwaltung im Fokus

Köln. Am kommenden Freitag, dem 23. Januar 2026, konstituiert sich die 16. Landschaftsversammlung Rheinland (LVR) im Kölner Horionhaus. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stehen vor allem organisatorische Weichenstellungen: die Wahl der Vorsitzenden und ihrer Stellvertretungen sowie die Bildung und Besetzung der Fachausschüsse.

Das Gremium, in dem gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus den 13 kreisfreien Städten und zwölf Kreisen sowie der StädteRegion Aachen sitzen, hat eine bedeutende Steuerungsfunktion. Der LVR ist mit rund 22.000 Beschäftigten ein gewichtiger öffentlicher Arbeitgeber und Dienstleister. Seine Kernaufgaben liegen in der Behindertenhilfe, der Psychiatrie, der Jugendhilfe sowie im Betrieb von Schulen, Museen und Kultureinrichtungen für die 9,8 Millionen Menschen in der Region.

Verband mit sozialer Verantwortung

Der LVR bezeichnet sich selbst als Deutschlands größten Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und verfolgt das Ziel der Inklusion. Die politische Zusammensetzung der neuen Versammlung wird daher direkten Einfluss auf die Ausrichtung dieser sozialen und gesellschaftlichen Daseinsvorsorge haben. In einer Zeit, in der die Schere zwischen guter Versorgung und Unterfinanzierung im Sozial- und Gesundheitsbereich weiter auseinandergeht, kommt der Arbeit solcher Kommunalverbände eine besondere Bedeutung zu.

Die konkrete Ausgestaltung von Leistungen, die Frage nach angemessener Personalausstattung in Kliniken und Schulen sowie die Finanzierung der vielfältigen Aufgaben werden zentrale Themen der kommenden Legislaturperiode sein. Die Debatten in Köln werden somit ein Abbild der größeren gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Prioritätensetzung öffentlicher Ausgaben sein: zwischen sozialer Infrastruktur und anderen Posten.

Lokalpolitik mit Weitwirkung

Die Landschaftsversammlung ist ein Beispiel für kommunale Selbstverwaltung. Die hier getroffenen Entscheidungen wirken unmittelbar in die Region hinein. Die öffentliche Wahrnehmung solcher Gremien ist oft gering, obwohl sie über beträchtliche Haushalte und Einflussmöglichkeiten verfügen. Die erste Sitzung markiert den Beginn einer fünfjährigen Amtsperiode, in der die Weichen für die rheinische Sozial- und Kulturlandschaft gestellt werden.

Die Sitzung ist öffentlich, die Tagesordnung und die entsprechenden Vorlagen sind online einsehbar. Die konstituierende Sitzung beginnt um 10:00 Uhr.

Quelle: LVR aktuell | Bild: Pixabay