Zwei Tote durch Pyrotechnik: Polizei bilanziert 65 Silvester-Einsätze in Bielefeld

Zwei Tote durch Pyrotechnik: Polizei bilanziert 65 Silvester-Einsätze in Bielefeld

Bielefeld. Die Polizei Bielefeld war in der Silvesternacht mit zahlreichen Kräften im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Insgesamt verzeichneten die Beamten 65 Einsätze mit Silvesterbezug. Die meisten davon waren laut Polizeisprecherin „silvestertypische Vorkommnisse“ wie Lärmbelästigungen oder kleinere Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Tragischer Unfall mit Böller fordert zwei Todesopfer

Die Nacht wurde jedoch von einem besonders tragischen Vorfall überschattet. In der Nähe der Polizeidienststelle Tür (aufgelöst für P.TÜR) wurden zwei Personen tödlich durch Pyrotechnik verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler handelte es sich um einen schweren Unfall beim Hantieren mit einem illegalen oder manipulierten Böller. Die Kriminaltechnik und die Ermittlungsgruppe der Polizei haben die Untersuchungen am Tatort aufgenommen. Nähere Umstände werden derzeit noch geklärt. Die Polizei appelliert an Zeugen des Vorfalls, sich zu melden.

Weitere Einsätze und Verkehrskontrollen

Neben diesem tragischen Ereignis mussten die Einsatzkräfte zu mehreren kleineren Bränden ausrücken, die durch umherfliegende Feuerwerkskörper verursacht worden waren. Außerdem führte die Polizei verstärkte Verkehrskontrollen durch, um die alljährliche Gefahr durch alkoholisierte Fahrer einzudämmen. Hierbei wurden mehrere Verstöße geahndet.

Polizei gibt Sicherheitshinweise für künftige Jahre

Anlässlich der Ereignisse erinnert die Polizei Bielefeld an die grundlegenden Sicherheitsregeln im Umgang mit Feuerwerk:

  • Nur zugelassene Feuerwerkskörper der Kategorie F2 kaufen und verwenden.
  • Gebrauchsanleitung stets genau beachten.
  • Feuerwerk niemals auf Menschen, Tiere, Gebäude oder Fahrzeuge richten.
  • Zündbereite Böller und Raketen nie in Hosentaschen tragen.
  • Nie manipulierte oder selbst gebastelte Feuerwerkskörper zünden.
  • Ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Personen und Objekten halten.

„Silvester soll ein fröhlicher Jahreswechsel sein. Leichtsinn im Umgang mit Böllern und Raketen kann dies innerhalb von Sekungen in eine Tragödie verwandeln“, so das abschließende Statement der Polizei. Die Ermittlungen zu dem tödlichen Unfall dauern an.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Bielefeld