Sudan: Eskalation des Bürgerkriegs verschärft humanitäre Krise

Sudan: Eskalation des Bürgerkriegs verschärft humanitäre Krise
Quelle: KI-generiert

Sudan: Ein vergessener Konflikt im Schatten globaler Machtspiele

Während die Welt gebannt auf die Ukraine und den Nahen Osten blickt, tobt in Sudan ein Bürgerkrieg, der kaum Beachtung findet. Seit April 2023 kämpfen die sudanesische Armee unter Führung von General Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) unter General Mohamed Hamdan Daglo um die Macht. Was als Machtkampf zweier Generäle begann, hat sich zu einer humanitären Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes entwickelt.

Die Kämpfe haben Städte verwüstet, Tausende Menschenleben gefordert und Millionen in die Flucht getrieben. Zivilisten sind zwischen die Fronten geraten, während bewaffnete Gruppen die Situation ausnutzen, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Berichten zufolge werden in El Fasher Zivilisten von RSF-Soldaten brutal misshandelt, darunter die Entnahme von Blut. Die ohnehin schon prekäre humanitäre Lage wird durch den eingeschränkten Zugang für Hilfsorganisationen weiter verschärft.

Die Wurzeln des Konflikts reichen tief in die Geschichte Sudans zurück. Machtkämpfe, wirtschaftliche Ungleichheit und ethnische Spannungen befeuern die Gewalt. Hinzu kommen regionale und internationale Interessen, die den Konflikt weiter komplizieren. So wird Ruanda beschuldigt, die M23-Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo zu unterstützen, was regionale Spannungen zusätzlich anheizt.

Die internationale Gemeinschaft scheint hilflos. Friedensbemühungen sind bisher gescheitert, und die Waffenlieferungen in die Region verschärfen die Lage. Stattdessen konzentrieren sich die westlichen Mächte lieber auf andere Krisenherde, während Sudan im Chaos versinkt.

Es ist an der Zeit, dass Deutschland seine Augen nicht länger vor dieser Tragödie verschließt. Wir dürfen uns nicht länger für fremde Interessen instrumentalisieren lassen. Stattdessen brauchen wir eine unabhängige Außenpolitik, die sich an unseren eigenen Interessen orientiert. Dazu gehört auch, Druck auf die Konfliktparteien auszuüben und humanitäre Hilfe zu leisten. Denn am Ende sind es die Menschen in Sudan, die den Preis für das Versagen der Politik zahlen.

Quellen: Medienberichte, Behördenkreise, Berichte von Hilfsorganisationen

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Konfliktforscher