Wirtschaftliche Stagnation am Niederrhein: Unternehmen verlagern Standorte, Modebranche in Krefeld unter Druck

Wirtschaftliche Stagnation am Niederrhein: Unternehmen verlagern Standorte, Modebranche in Krefeld unter Druck
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Wirtschaftliche Stagnation am mittleren Niederrhein – Auswirkungen auf Düsseldorf und Umgebung

Die Wirtschaft am mittleren Niederrhein, insbesondere in Städten wie Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach, sieht sich mit einer anhaltenden Stagnation konfrontiert. Betroffen sind vor allem energieintensive Branchen und der Einzelhandel, der unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten leidet. Das berichtet die IHK in ihrem aktuellen Konjunkturbericht.

In Düsseldorf beobachten Wirtschaftsexperten eine zunehmende Verlagerung von Unternehmen in kostengünstigere Regionen. Dies schwächt die lokale Wirtschaftskraft und gefährdet Arbeitsplätze. Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Betriebe, die oft nicht die Ressourcen haben, um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.

Modebranche in Krefeld unter Druck

Die Krefelder Modebranche, einst ein Aushängeschild der Region, steht vor großen Herausforderungen. Der zunehmende Online-Handel und die Konkurrenz aus Billiglohnländern setzen die lokalen Unternehmen unter Druck. Viele Traditionsbetriebe kämpfen ums Überleben, da sie mit den sinkenden Preisen und dem veränderten Konsumverhalten nicht mithalten können. Das berichtet der WDR unter Berufung auf Zahlen des lokalen Modeverbandes.

Kontroverse um die Neugestaltung des Düsseldorfer Rheinufers

Die geplante Neugestaltung des Düsseldorfer Rheinufers sorgt für Diskussionen. Während die Stadtverwaltung die Attraktivität des Ufers für Touristen und Bürger erhöhen möchte, kritisieren Anwohner und Umweltschutzorganisationen die geplanten Eingriffe in die Natur. Insbesondere der geplante Bau eines neuen Hotels direkt am Rheinufer stößt auf Widerstand. Kritiker befürchten eine weitere Kommerzialisierung des Ufers und eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Die Stadt plant eine Bürgerbefragung, um die unterschiedlichen Interessen auszugleichen.

Sozialer Protest in Mönchengladbach gegen steigende Mieten

In Mönchengladbach formiert sich Widerstand gegen die steigenden Mieten. Mieterinitiativen organisieren Demonstrationen und fordern von der Stadtverwaltung mehr Maßnahmen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Sie kritisieren, dass immer mehr Menschen aufgrund der hohen Mieten aus der Innenstadt verdrängt werden. Die Stadtverwaltung verweist auf ihre Bemühungen zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus, doch die Mieterinitiativen fordern deutlich mehr Engagement.

Die Proteste richten sich auch gegen Immobilienspekulanten, die durch den Kauf und die Sanierung von Wohnungen die Mieten in die Höhe treiben. Die Mieterinitiativen fordern eine stärkere Regulierung des Wohnungsmarktes und den Schutz von Mietern vor Verdrängung. Einige Aktivisten fordern sogar die Enteignung von großen Wohnungskonzernen, um den Wohnraum wieder in öffentliches Eigentum zu überführen.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Redaktion Rhein/Düssel