Münsterland: Aktuelle Entwicklungen in Kommunalpolitik, Agrarpolitik und Verkehr
In Münster und den Kreistagen des Münsterlandes stehen weiterhin wichtige Entscheidungen an. Die Kommunalpolitik befasst sich mit Themen wie Mobilität, Agrarwende und der Entwicklung städtischer Infrastruktur.
Kommunalpolitik Münster
Tilman Fuchs (Grüne) hat im September 2025 die Stichwahl zum Oberbürgermeister der Stadt Münster gewonnen. Im Dezember 2025 wählte der Rat Christoph Kattentidt zum neuen Dezernenten des Oberbürgermeisters. Die Stadtverwaltung blickt auf ein erfolgreiches Ausbildungsjahr zurück, in dem 126 Mitarbeitende ihre Aus- oder Weiterbildung abgeschlossen haben.
Die Stadt Münster verzeichnete im vergangenen Jahr 113 gemeldete Gewaltvorfälle gegenüber ihren Mitarbeitenden.
Die Stadt Münster plant Zukunftsprojekte für den Albersloher Weg. Im historischen Martiniviertel beginnen die Stadtnetze Münster im Mai 2025 mit dem Ausbau der Versorgungsinfrastruktur, parallel dazu konkretisiert die Stadtverwaltung ihre Pläne für die Umgestaltung des Viertels.
Die Straße Am Mittelhafen bleibt wegen schwieriger Boden- und Grundwasserverhältnisse voraussichtlich bis Ende Februar 2026 gesperrt. Die Stadt saniert die Fahrbahn der Glasuritstraße vom 12. bis 17. Dezember. Ab dem 1. Januar gelten in Münster höhere Parkgebühren in der zentralen Parkzone I.
Die rund 50 Sammelcontainer für Elektrokleingeräte werden bis Mitte Februar abgebaut, um Akku-Brände zu vermeiden.
In der Silvesternacht wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem Löscheinsatz in Angelmodde mit Feuerwerksraketen beschossen, jedoch wurde niemand verletzt. Insgesamt verlief die Silvesternacht aber vergleichsweise ruhig.
Ida und Leo waren 2025 die beliebtesten Vornamen in Münster.
Agrarpolitik im Münsterland
Die Landwirtschaftsgruppe des KlimaEntscheids Münster fordert seit 2016 eine pestizidfreie Bewirtschaftung der städtischen Flächen. Trotz eines Ratsbeschlusses von 2021, der einen Anteil von 25% ökologisch bewirtschafteter Flächen vorsieht, sind bisher keine Maßnahmen erfolgt. Die Verwaltung hat angekündigt, erst für das übernächste Pachtjahr an einer Lösung zu arbeiten. Die Landwirtschaftsgruppe fordert Ad-hoc-Maßnahmen und schlägt vor, alle aktuellen Pachtverträge für städtische Ackerflächen um eine ökologische Auflage zu ergänzen, die Pächter*innen verpflichtet, 20% der Ackerfläche ab 2025 als „selbstbegrünte Brache“ ruhen zu lassen.
Das Münsterland ist eine der leistungsfähigsten Veredelungsregionen.
Auf 76 % der landwirtschaftlichen Fläche werden Viehfutter und Energiepflanzen angebaut. Auf nur 14 % der Flächen wachsen Lebensmittel für den direkten menschlichen Verzehr.
Verkehrspolitik im Münsterland
Der im April 2024 vom Rat beschlossene Masterplan Mobilität Münster 2035+ bildet den Fahrplan für die Mobilitätsplanung der nächsten Jahre. Wesentlich ist die Stärkung des Umweltverbundes von Fuß-, Rad- und öffentlichem Nahverkehr.
Die Stadt Münster gehört laut „Copenhagenize Index“ zu den fahrradfreundlichsten Städten der Welt und erreichte bei ihrer ersten Teilnahme an dem weltweiten Ranking Platz sieben.
Die Bezirksregierung Münster erarbeitet Vorschläge zur Verkehrsinfrastrukturplanung der Region, die in die verkehrlichen Pläne und Programme von Bund und Land einfließen.
Mit dem Projekt „Mobiles Münsterland“ wird ein Konzept zur Entwicklung der öffentlichen Mobilität im Münsterland erarbeitet. Grundlage ist das Zielnetz 2030+, das ein Hauptnetz aus Bus und Bahn vorsieht, ergänzt durch regionale und lokale Zubringerlinien.
Der Kreis Coesfeld führt in der kommenden Woche erneut Geschwindigkeitskontrollen durch.
Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Politikredaktion MS



