Bergische IHK begrüßt EU-Mercosur-Abkommen
Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) zeigt sich erfreut über den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur. Laut der IHK sei dies ein wichtiger Schritt zur Stärkung des internationalen Handels und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft.
Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen exportierten im Jahr 2024 Waren im Wert von rund 2,4 Milliarden Euro in die Mercosur-Staaten. Obwohl dies nur etwa einem Prozent des gesamten Exportvolumens entspricht, entsteht durch das Abkommen die größte Freihandelszone der Welt mit mehr als 700 Millionen Einwohnern, was erhebliche Wachstumspotenziale eröffnet.
Die Bergische IHK sieht in dem Abkommen große Chancen für Unternehmen in Deutschland und Europa, insbesondere durch den Abbau von Zöllen. Davon könnten besonders Industrieerzeugnisse profitieren. Für Autos und Autoteile fallen derzeit Zölle von bis zu 35 Prozent an, für Maschinen zwischen 12 und 20 Prozent. Künftig erhalten europäische Unternehmen zudem einen besseren Zugang zu einem Markt mit rund 260 Millionen Menschen. Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe im Bergischen Land könnten davon profitieren.
Curt Mertens, Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses der Bergischen IHK, betont, dass das EU-Mercosur-Abkommen die Handelsbeziehungen mit einer wirtschaftlich wichtigen Wachstumsregion stärkt und ein klares Zeichen für offenen, regelbasierten Welthandel setzt – besonders angesichts des zunehmenden Protektionismus. Daria Stottrop, Leiterin des Geschäftsbereichs International, sieht ebenfalls positive Effekte für die regionale Wirtschaft: „Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten sind verlässliche Partnerschaften und diversifizierte Lieferketten von großer Bedeutung für die Unternehmen des Bergischen Städtedreiecks. Vom schrittweisen Wegfall der Zölle könnten vor allem die bergischen Maschinenbauer und Automobilzulieferer profitieren“.
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