Deutsche Wirtschaft kämpft mit Gegenwind – Mittelstand und Industrie unter Druck
Das Jahr 2026 beginnt für die deutsche Wirtschaft mit gemischten Signalen. Während einige Branchen aufatmen, sehen sich andere mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Der Fokus liegt besonders auf dem Mittelstand, der Industrie, den Energiepreisen und der Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Mittelstand: Zwischen Konjunktursorgen und Fachkräftemangel
Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist zum Jahresende getrübt. Laut einer Umfrage erwarten über die Hälfte der Unternehmen für 2026 einen wirtschaftlichen Abschwung. Der Mittelstand fordert von der Politik echte Reformen statt „Placebo-Aktionismus“, insbesondere weniger Bürokratie, flexiblere Arbeitsmarktregelungen, Steuersenkungen und bezahlbare Energiepreise.
Ein weiteres Problem ist der Fachkräftemangel. Trotz der Konjunkturschwäche fehlen weiterhin qualifizierte Arbeitskräfte.
Industrie: Schrumpfende Produktion und pessimistische Aussichten
Die deutsche Industrie erlebt einen Rückschlag. Im Dezember schrumpfte die Produktion erstmals seit zehn Monaten. Der HCOB Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel auf ein Zehnmonatstief. Besonders betroffen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau und der Chemiesektor.
Arbeitsmarkt: Leichter Rückgang der Erwerbstätigkeit
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im vergangenen Jahr minimal gesunken. Im Durchschnitt waren etwa 5.000 Menschen weniger beschäftigt als im Vorjahr. Besonders stark ist die Zahl der Erwerbstätigen im Bau und in der Industrie gesunken.
Inflation: Leichte Entspannung, aber weiterhin ein Thema
Die Inflationsrate in Deutschland liegt im November 2025 bei +2,3 %. Obwohl die Inflationsrate leicht gesunken ist, bleiben die Preise für einige Güter hoch. Besonders betroffen sind Nahrungsmittel, deren Preise im Jahresvergleich deutlich gestiegen sind.
Energiepreise: Staatliche Zuschüsse senken Netzentgelte
Ab Januar 2026 können Millionen Stromkunden mit sinkenden Preisen rechnen. Die Bundesregierung subventioniert die Netzentgelte mit einem Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt sollen die Netzentgelte im bundesweiten Schnitt um 17 % sinken.
DAX: Schwankungen und Unsicherheiten
Der DAX zeigt sich zum Jahresbeginn wenig stabil. Der DAX notierte zuletzt bei 24.539,34 Punkten. Experten raten Anlegern zu Diversifikation und Sachwerten.
Handwerk: Konjunkturelle Tristesse und steigende Kosten
Im Handwerk ist kein Aufschwung in Sicht. Die Betriebe bewerten die aktuelle Geschäftslage etwas schlechter als im Vorjahr. Sinkende Auftragsbestände, schwache Umsätze und steigende Kosten belasten die Betriebe.
Ausblick
Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, die richtigen politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen vorzunehmen, um den Mittelstand zu entlasten, die Industrie zu stärken und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



