Bundespolizei stoppt 1.200 unerlaubte Einreisen an deutscher Grenze in einer Woche

Bundespolizei stoppt 1.200 unerlaubte Einreisen an deutscher Grenze in einer Woche

Einleitung

Die Bundespolizei hat in der Woche vom 22. bis 28. Dezember 2025 insgesamt 1.200 Personen an den deutschen Grenzen wegen unerlaubter Einreise gestoppt. Dies gab ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam am 29. Dezember bekannt.

Hauptteil: Chronologie und Details

Die meisten Feststellungen erfolgten an der Grenze zu Polen. An der deutsch-polnischen Grenze registrierten Beamte 850 Fälle. An der Grenze zu Tschechien waren es 210 Fälle. Weitere 140 Personen wurden an anderen EU-Binnengrenzen, etwa zu Österreich, aufgegriffen. Die Zahlen basieren auf einer wöchentlichen Auswertung des Bundespolizeipräsidiums. Ein konkreter Vorfall ereignete sich am 26. Dezember gegen 14:30 Uhr auf der Autobahn 4 bei Görlitz. Beamte des Bundespolizeireviers Görlitz kontrollierten einen polnischen Reisebus mit 52 Insassen. Dabei stellten sie fest, dass 17 Personen aus Syrien, der Türkei und Georgien keine gültigen Einreisedokumente für Deutschland besaßen. Der 54-jährige polnische Busfahrer wurde vorläufig festgenommen. Die 17 Personen wurden in eine Aufnahmeeinrichtung des Landes Sachsen gebracht.

Hintergrund: Gesetzeslage und vorherige Vorfälle

Die Kontrollen finden im Rahmen der seit dem 16. Oktober 2023 dauerhaft wieder eingeführten stationären Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz statt. Rechtsgrundlage ist Artikel 25 des Schengener Grenzkodex, der vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen bei einer schwerwiegenden Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder inneren Sicherheit erlaubt. Die Kontrollen wurden zuletzt am 12. November 2025 um weitere sechs Monate bis zum 11. Mai 2026 verlängert. Im gesamten Monat November 2025 hatte die Bundespolizei bereits rund 4.800 unerlaubte Einreisen registriert. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) begründete die Verlängerung der Kontrollen am 12. November mit anhaltend hohen Migrationszahlen und der Bekämpfung von Schleuserkriminalität.

Bildquelle: Pixabay