Schwerer Busunfall in Himachal Pradesh: 27 Tote, 15 Verletzte nach Sturz in Schlucht

Schwerer Busunfall in Himachal Pradesh: 27 Tote, 15 Verletzte nach Sturz in Schlucht

Einleitung

Am 3. Januar 2026 stürzte ein Privatbus auf der Nationalstraße 5 im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh in eine 500 Meter tiefe Schlucht. Bei dem Unfall kamen nach offiziellen Angaben 27 Menschen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Chronologie und Details

Der Unfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr Ortszeit auf einem Abschnitt der NH-5 bei Chaura Maidan im Distrikt Shimla. Der Bus, der von einem privaten Unternehmen betrieben wurde, war auf dem Weg von Shimla nach Rampur. Laut dem Distriktpolizeichef von Shimla, Sanjeev Kumar Gandhi, verlor der Fahrer, identifiziert als Ramesh Kumar (42), auf einer scharfen Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus durchbrach die Leitplanke und stürzte den Abhang hinab.

Die Rettungsaktion unter Leitung der National Disaster Response Force (NDRF) dauerte aufgrund des schwierigen Geländes über sechs Stunden. 15 Überlebende wurden mit schweren Verletzungen in das Indira Gandhi Medical College and Hospital in Shimla und das Kamla Nehru Hospital eingeliefert. Unter den Toten sind fünf Kinder und drei Frauen. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Unfallursache zu klären. Erste Vermutungen deuten auf ein mögliches technisches Versagen der Bremsen hin.

Hintergrund

Himachal Pradesh im Norden Indiens ist für seine bergige Topographie und gefährliche Straßen bekannt. Der Distrikt Shimla verzeichnet regelmäßig schwere Verkehrsunfälle. Im Jahr 2023 kamen bei einem ähnlichen Busunfall in Kullu, ebenfalls in Himachal Pradesh, 25 Menschen ums Leben. Die Nationalstraße 5 ist eine der wichtigsten Verbindungsstraßen im Bundesstaat, jedoch für ihren engen, kurvenreichen Verlauf berüchtigt.

Die indische Regierung hat in den letzten Jahren Programme wie das „Setu Bharatam“ gestartet, um Unfallschwerpunkte an Nationalstraßen zu beseitigen und alle Eisenbahnübergänge bis 2029 durch Über- oder Unterführungen zu ersetzen. Kritiker wie die Aktivistengruppe „Road Safety Network“ verweisen jedoch darauf, dass die Wartung und Sicherheitsausstattung vieler Bergstraßen, insbesondere von Privatbussen, mangelhaft bleibt. Ein Gesetzentwurf zur Verschärfung der Strafen für Verkehrsverstöße (Motor Vehicles Amendment Act) wurde 2019 verabschiedet, seine konsequente Umsetzung ist jedoch regional unterschiedlich.

Bildquelle: Pixabay