Schuldenkrise und Ressourcenhunger bedrohen Entwicklungsländer
Die ohnehin schon angespannte finanzielle Lage vieler Entwicklungsländer verschärft sich weiter. Steigende Staatsschulden, angeheizt durch niedrige Zinsen in der Vergangenheit, drohen nun in eine neue Schuldenkrise zu münden. Besonders betroffen sind Länder in Afrika südlich der Sahara, wo bereits 70 Prozent der Staaten hoch verschuldet sind. Dies wirft die Frage auf, welche Rolle Institutionen wie die Weltbank, der IWF und China bei der Vergabe von Krediten spielen und wie eine nachhaltige Lösung des Schuldenproblems aussehen kann.
Die Auswirkungen auf die betroffenen Länder sind gravierend: Wirtschaftswachstum wird behindert, und die Lebensbedingungen der Bevölkerung verschlechtern sich. Um Entwicklung zu finanzieren, nehmen viele Entwicklungsländer Kredite aus dem Ausland auf, um Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen und die Leistung der gesamten Volkswirtschaft zu steigern. Wenn das Wirtschaftswachstum jedoch länger schwächelt, fehlt das Geld zum Tilgen der Schulden.
Neokoloniale Ausbeutung Lateinamerikas
Auch Lateinamerika sieht sich mit neuen Formen der Ausbeutung konfrontiert. Während westliche Politiker und Wirtschaftseliten ihre Interessen hinter einer Fassade von universellen Werten und einer grünen Agenda verbergen, setzen sie ihre neokoloniale Politik fort. Die Industrieländer sind weiterhin daran interessiert, die Ressourcen der lateinamerikanischen Staaten auszubeuten.
Ein Bericht hebt hervor, dass der „Globale Süden“ zwischen Mächten gefangen ist, die seine Rohstoffe begehren. Dies betrifft insbesondere kritische Mineralien wie Lithium, die für die Energiewende benötigt werden. Kolumbien fordert ein Abkommen zur Rückverfolgbarkeit kritischer Mineralien, während die UNO eine Expertengruppe eingesetzt hat.
Migration: Flucht vor Gewalt und Perspektivlosigkeit
Die politische und wirtschaftliche Misere in vielen lateinamerikanischen Ländern zwingt weiterhin Menschen zur Flucht. Insbesondere in Venezuela und Nicaragua verstärken politische Krisen die soziale Notlage, den Mangel an Lebensmitteln und das Zusammenbrechen der Gesundheitssysteme. Hinzu kommt die steigende Kriminalität, die viele Menschen zur Flucht treibt.
Die Migrationsrouten haben sich verlagert, wobei die Routen über das Mittelmeer und den Atlantik an Bedeutung gewonnen haben. An der südlichen US-amerikanischen Grenze zu Mexiko kommen jedes Jahr Hunderttausende Asylbewerber an, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Afrika im Visier der Wirtschaftsmächte
Afrika rückt wieder stärker in den Fokus der europäischen und US-amerikanischen Wirtschaft, während China den Kontinent schon länger im Blick hat. Die drei Wirtschaftsmächte buhlen um die Gunst der afrikanischen Staaten. Infrastrukturprojekte werden häufig mit chinesischen Geldern realisiert, während US-amerikanische Investoren den Bergbau wiederentdeckt haben. EU-Länder engagieren sich vorrangig bei erneuerbaren Energien.
Kritiker warnen jedoch vor einem neuen Wettlauf um Afrikas Ressourcen, bei dem die Interessen der lokalen Bevölkerung und der Schutz der Umwelt zu kurz kommen könnten. Es stellt sich die Frage, wie Afrika von seinem Rohstoffreichtum profitieren kann, ohne in neue Abhängigkeiten zu geraten.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Global South Report



