Niger und Burkina Faso kündigen gemeinsame Militäroperation gegen Dschihadisten in Grenzregion Tillia an

Niger und Burkina Faso kündigen gemeinsame Militäroperation gegen Dschihadisten in Grenzregion Tillia an

Gemeinsame Offensive gegen Terrorgruppen

Die Armeen von Niger und Burkina Faso haben am 27. Dezember 2025 eine gemeinsame Militäroperation in der Grenzregion Tillia im Nordwesten Nigers gestartet. Das Verteidigungsministerium Nigers in Niamey gab am 28. Dezember bekannt, dass die Operation „Tassara“ gegen Stellungen der Dschihadistengruppe JNIM (Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin) gerichtet sei.

Chronologie der Kampfhandlungen

Die Offensive begann am Morgen des 27. Dezember um 06:00 Uhr Ortszeit mit koordinierten Angriffen auf mutmaßliche Stützpunkte in den Gebieten um die Ortschaften Tassara und Tillia. Laut einer ersten Bilanz des nigrischen Generalstabs wurden bis zum 29. Dezember mindestens 87 Kämpfer der JNIM getötet. Auf Seiten der Alliierten gab es nach offiziellen Angaben 11 Tote und 23 Verwundete. Die Operation umfasste Bodenoffensiven mit gepanzerten Fahrzeugen sowie Luftangriffe.

Hintergrund: Eskalation der Gewalt

Die Region Tillia im Departement Tassara ist seit Jahren ein Rückzugsgebiet für mit Al-Qaida verbündete Gruppen. Am 15. Dezember 2025 hatte ein komplexer Angriff auf eine Militärstellung bei Tassara mindestens 29 nigrische Soldaten das Leben gekostet. Dieser Vorfall gilt als unmittelbarer Auslöser für die gemeinsame Operation. Die Militärregierungen in Niamey und Ouagadougou hatten bereits im November 2025 ein Abkommen zur gegenseitigen Verteidigung und zum gemeinsamen Vorgehen gegen terroristische Gruppen unterzeichnet.

Reaktionen und weitere Entwicklung

Der nigrische Verteidigungsminister, General Salifou Mody, erklärte am 30. Dezember, die Operation sei „erfolgreich“ und werde fortgesetzt, bis die Region gesichert sei. Lokale Quellen aus Tillia berichteten von der Flucht mehrerer hundert Zivilisten in die benachbarte Region Tahoua. Die Kommunikation in das Operationsgebiet ist weitgehend unterbrochen. Unabhängige Verifikation der Angaben ist derzeit nicht möglich.

Bildquelle: Pixabay