Explosion und Großbrand in Industriegebiet
Am Donnerstag, dem 16. Januar 2026, gegen 10:30 Uhr Ortszeit, ereignete sich eine schwere Explosion in einer Kunststofffabrik in der Industriezone von Rouiba, einem Vorort etwa 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier. Die algerische Zivilschutzbehörde (Protection Civile) meldete am selben Tag, dass durch den anschließenden Großbrand 17 Menschen verletzt wurden, darunter 10 Feuerwehrleute. Ein Todesopfer wurde zunächst nicht gemeldet.
Massiver Einsatz der Rettungskräfte
Laut Angaben des Direktors der Zivilschutzbehörde für die Provinz Algier, Colonel Farouk Achour, wurden umgehend 25 Feuerwehrfahrzeuge und über 100 Einsatzkräfte zum Brandherd entsandt. Die Explosion ereignete sich in der Produktionshalle der Firma „Plastal“, einem Hersteller von Kunststoffverpackungen. Die starke Rauchentwicklung war kilometerweit zu sehen und führte zur vorübergehenden Sperrung der nahegelegenen Nationalstraße RN5. Die Löscharbeiten dauerten mehr als sechs Stunden an.
Ursache und Hintergrund
Ersten Ermittlungen der örtlichen Behörden zufolge war die Explosion auf eine Verpuffung von Lösungsmitteldämpfen zurückzuführen. Der genaue technische Ablauf wird von einer Expertenkommission untersucht. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Industrieunfällen in Algerien ein. Erst im November 2025 waren bei einem Feuer in einer Textilfabrik in Oran 8 Menschen verletzt worden. Die algerischen Arbeitsgesetze (Code du Travail) schreiben strenge Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit entzündlichen Materialien vor, deren Einhaltung in den betroffenen Betrieben oft kritisch überwacht wird.
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