Bei einem schweren Verkehrsunfall im Nordwesten Algeriens sind am Sonntag, dem 18. Januar 2026, mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Der Zusammenstoß zwischen einem Kleinbus und einem Lastwagen ereignete sich gegen 10:30 Uhr Ortszeit auf der Nationalstraße 1 (RN1) in der Nähe der Stadt Sidi Bel Abbès, etwa 70 Kilometer südlich von Oran.
Chronologie und Details des Unglücks
Nach ersten Ermittlungen der Zivilschutzbehörde (Protection Civile) fuhr der Kleinbus, ein Fahrzeug vom Typ Mercedes Sprinter, in Richtung Sidi Bel Abbès. Auf Höhe der Ortschaft Telagh kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Sattelzug. Die Einsatzkräfte der Protection Civile aus Sidi Bel Abbès benötigten nach eigenen Angaben über zwei Stunden, um alle Verletzten aus den Fahrzeugwracks zu bergen. Neben den 17 Todesopfern wurden 8 weitere Personen verletzt, 3 von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Verletzten wurden in die Universitätskliniken von Sidi Bel Abbès und Oran eingeliefert.
Hintergrund: Wiederkehrende Tragödien auf algerischen Straßen
Der Unfall reiht sich in eine Serie schwerer Verkehrsunfälle in Algerien ein. Die RN1 ist eine der wichtigsten und meistbefahrenen Nord-Süd-Verbindungen des Landes. Laut Jahresstatistik der Nationalen Gendarmerie starben im Jahr 2024 auf algerischen Straßen über 3.500 Menschen. Ein vergleichbar schwerer Unfall hatte sich erst am 5. Dezember 2025 auf der Nationalstraße 3 bei Bouira ereignet, bei dem 12 Menschen ums Leben kamen. Experten führen die hohe Unfallzahl regelmäßig auf eine Kombination aus überaltertem Fahrzeugpark, mangelhafter Wartung der Infrastruktur, überhöhter Geschwindigkeit und nicht angepasster Fahrweise zurück. Das algerische Verkehrsministerium hatte im vergangenen Jahr eine Kampagne zur Verschärfung der Geschwindigkeitskontrollen angekündigt.
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