Politisches Kabarett im Rückblick auf die Ampelregierung: Nuhr, Anstalt und Wopp im Visier

Politisches Kabarett im Rückblick auf die Ampelregierung: Nuhr, Anstalt und Wopp im Visier
Quelle: Pixabay

Die Spötter schweigen nicht – Nuhr, Anstalt & Co. sezieren das politische Chaos nach dem Ampel-Aus

Seit sieben Monaten ist die Ampelregierung Geschichte, aber das politische Kabarett der Republik hat die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Dieter Nuhr, bekannt für seine messerscharfen Analysen und pointierten Wortspiele, tourt mit seinem neuen Programm „Nuhr auf Tour 2026“. Dabei dürfte er sich die Frage stellen, ob die politische Realität nicht längst die Satire überholt hat, denn wer hätte gedacht, dass wir uns mal nach der Ampel zurücksehnen würden? Nuhr selbst bleibt seinem Stil treu: Er nimmt den alltäglichen Wahnsinn aufs Korn und regt zum Nachdenken an.

Auch „Die Anstalt“ im ZDF, mit Claus von Wagner, Max Uthoff und Maike Kühl, hält das satirische Skalpell bereit. In ihrer jüngsten Sendung nahmen sie sich den deutschen Wohnungsmarkt vor und entlarvten die leeren Versprechungen der Politik. Timo Wopp forderte „Klartext“ und entlarvte die Worthülsen, mit denen Politiker die Bevölkerung einlullen wollen. Ob es um Mietpreisbremsen oder Bauprojekte geht, „Die Anstalt“ lässt kein Fettnäpfchen aus.

Oliver Welke präsentiert in der „heute-show“ (ZDF) gewohnt bissig die Nachrichtenlage und nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Ob es um den Zustand der Bundeswehr, die steigende Inflation oder die neuesten Eskapaden internationaler Staatschefs geht, Welke und sein Team liefern den satirischen Kommentar zur politischen Großwetterlage.

Es bleibt die bange Frage: Kann das politische Kabarett in diesen stürmischen Zeiten überhaupt noch etwas ausrichten? Oder sind wir schon so abgestumpft, dass wir über die Realität nicht mehr lachen können? Die Spötter selbst sehen sich als Seismographen des gesellschaftlichen Bebens, die Missstände aufzeigen und zum kritischen Hinterfragen anregen wollen. Ob sie damit Erfolg haben, liegt letztlich an uns – dem Publikum.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Der Spötter