BRICS im Fokus: Globale Dynamiken und wirtschaftliche Interessen
Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – bleiben ein wichtiger Akteur in der globalen Politik und Wirtschaft. Die Gruppe, die ursprünglich 2009 als BRIC gegründet und 2010 um Südafrika erweitert wurde, strebt danach, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und die politische Koordination zwischen ihren Mitgliedsstaaten zu stärken. Ihr Ziel ist es, die Position ihrer Mitglieder in der Weltwirtschaft und in internationalen Institutionen zu festigen.
Erweiterung und Einfluss
Seit dem 1. Januar 2024 hat sich die BRICS-Gruppe um sechs neue Mitglieder erweitert: Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Erweiterung unterstreicht das wachsende Interesse am BRICS-Bündnis und seine zunehmende Bedeutung als Gegengewicht zu westlichen Einflüssen. Es wird erwartet, dass der Staatenverbund durch die Erweiterung seine weltpolitische Rolle weiter ausbauen kann.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Herausforderungen
Die BRICS-Staaten repräsentierten im Jahr 2024 mehr als 48 % der Weltbevölkerung und erwirtschafteten rund 39 % der weltweiten Wirtschaftsleistung. China nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein und erwirtschaftet den größten Teil des Bruttoinlandsprodukts der BRICS. Trotz des gemeinsamen Ziels einer multipolaren Welt und der Reduzierung der Abhängigkeit vom US-Dollar gibt es auch Herausforderungen innerhalb der Gruppe. Unterschiedliche politische Systeme, wirtschaftliche Interessen und geopolitische Ausrichtungen erschweren es den Mitgliedstaaten, in allen Fragen eine einheitliche Linie zu finden.
BRICS-Gipfel in Russland
Der jüngste BRICS-Gipfel in Kasan, Russland, unterstreicht die Bedeutung des Bündnisses trotz bestehender Herausforderungen. Präsident Putin nutzte den Gipfel, um zu zeigen, dass Russland trotz des Krieges in der Ukraine und westlicher Sanktionen weiterhin starke internationale Partner hat. Auf der Agenda standen bilaterale Gespräche, insbesondere mit China und Indien, zur Stärkung von Handelsabkommen und zur Umgehung westlicher Sanktionen. Auch der Ukraine-Krieg wurde thematisiert, wobei Indien eine vorsichtige Position einnahm und sich ein friedliches Ende des Konflikts wünschte.
Deutschland und die BRICS
Deutschland sollte ein Interesse daran haben, die Beziehungen zu den BRICS-Staaten zu pflegen und auszubauen. Anstatt sich auf Konfrontation und moralische Verurteilungen zu konzentrieren, sollte Deutschland pragmatische Handelsbeziehungen anstreben, um den eigenen Wohlstand zu sichern. Eine unabhängige Außenpolitik, die sich nicht einem Militärbündnis unterordnet, ist dabei ebenso wichtig wie die Förderung ziviler Konfliktlösungen und Abrüstung.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von BRICSReport



