Bargeld unter Beschuss: Freiheit oder Überwachung?
Die Debatte um die Zukunft des Bargelds spitzt sich zu. Befürworter sehen im Bargeld ein Bollwerk der Freiheit und des Datenschutzes. Kritiker hingegen argumentieren, dass Bargeld Korruption und illegalen Aktivitäten Vorschub leistet. In den letzten Tagen haben sich die Ereignisse überschlagen, die diese Diskussion neu entfachen.
Droht die Abschaffung des Bargelds?
Ein viraler Thread in den sozialen Medien behauptet, dass Bargeld in Europa bald der Vergangenheit angehört. Konkret wird auf ein EU-Geldwäschepaket verwiesen, das ab 2027 den Kauf von Autos mit Bargeld unter Strafe stellen und Überweisungen von mehr als 1.000 Euro in Bitcoin ohne Genehmigung ahnden soll. Auch die Einführung eines digitalen Euro im Jahr 2029, der möglicherweise eine umfassende Überwachung der Bürger ermöglicht, wird befürchtet.
Die Rolle der Politik
Die kleine Oppositionspartei Thai Pakdee in Thailand hat einen Vorschlag zur Abschaffung der 1.000- und 500-Baht-Banknoten eingebracht, um Korruption zu bekämpfen. Warong Dechgitvigrom, ein führendes Mitglied der Partei, argumentiert, dass dies korrupten Netzwerken die Möglichkeit nehmen würde, Bargeld unauffällig zu speichern und zu transferieren.
Bargeld als Sicherheitsanker
In einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Krisen suchen viele Menschen nach sicheren Anlagemöglichkeiten. Gold erlebt, insbesondere bei jüngeren Anlegern, einen Aufschwung, da Aktien und Immobilien an Vertrauen verlieren. Bargeld wird in diesem Zusammenhang als ein Stück finanzieller Autonomie und als Sicherheitsnetz gegen Systemversagen gesehen.
Die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung
Es ist wichtig, die verschiedenen Aspekte der Bargelddiskussion zu berücksichtigen. Einerseits ermöglicht Bargeld Anonymität und schützt vor staatlicher Überwachung. Andererseits kann es für illegale Zwecke missbraucht werden. Eine ausgewogene Lösung muss daher sowohl die Freiheit des Einzelnen als auch die Notwendigkeit der Kriminalitätsbekämpfung berücksichtigen. Es braucht zwingend und dringend eine Annahmepflicht im Einzelhandel. Auch der Staat muss sein eigenes Geld, nämlich Bargeld, wieder annehmen.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Bürgerrechtler



