Seit April 2024 geht die Polizei Dortmund mit einem neuen Konzept gegen das Führen von Messern im öffentlichen Raum vor. Sie spricht gezielt Messertrageverbote aus, die für die Betroffenen ein bis drei Jahre gültig sind. Bis zum Stichtag 30. Dezember 2025 wurden auf diese Weise bereits 205 Verbote erteilt.
Task Force für die Umsetzung
Um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen, musste zu Beginn des Jahres 2024 eine spezielle Task Force innerhalb der Polizei gegründet werden. Diese Einheit, auch als Projekt „Tatortnahe Überwachung und Repression“ (P.TÜR) bezeichnet, koordinierte die verstärkten Kontrollen und die konsequente Aussprache der Verbote. Der Ansatz zielt darauf ab, durch die Verbote potenzielle Gewalttaten im Vorfeld zu verhindern.
Die Polizeiführung zeigt sich mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden. Die Messertrageverbote sind ein wichtiger Teil der Strategie zur Bekämpfung von Allgewalt und dienen dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Die Verbote gelten für bestimmte öffentliche Orte, wie beispielsweise:
- Einkaufszentren und Fußgängerzonen
- Verkehrsknotenpunkte und Haltestellen
- Grünanlagen und Parks
- Gastronomiebereiche in der Innenstadt
Bei Zuwiderhandlung gegen ein ausgesprochenes Verbot drohen den Betroffenen empfindliche Geldstrafen oder auch Freiheitsstrafen. Die Polizei kündigte an, die Kontrollen auch im Jahr 2026 fortzusetzen.
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Quelle: Polizei Dortmund



