Einsatz gegen Reformdemonstration
Am 27. Dezember 2025 löste die thailändische Polizei eine Demonstration der Gruppe „Thalugaz“ vor dem Regierungssitz in der Phitsanulok Road, Dusit, Bangkok, auf. Bei der Aktion wurden 14 Aktivisten, darunter die Anführerin Pimsiri Petchnamrob und der Sprecher Chokchai „Ford“ Chaimuangdee, festgenommen. Die Beamten des Metropolitan Police Bureau setzten laut eigenen Angaben Schlagstöcke und Schilder ein, um die etwa 200 Demonstranten von den Toren des Government House zu entfernen.
Chronologie der Ereignisse
Die Versammlung begann um 09:00 Uhr Ortszeit. Die Aktivisten forderten laut Polizeibericht eine beschleunigte Überarbeitung der Verfassung von 2017 und die Freilassung inhaftierter politischer Gefangener. Gegen 11:30 Uhr gab die Polizei über Lautsprecher eine dreimalige Warnung zur Auflösung der nicht genehmigten Versammlung ab. Um 12:15 Uhr begann der Einsatz zur Räumung. Laut Augenzeugenberichten, die von Reuters zitiert wurden, drängten Polizeikräfte in voller Montur die Menge zurück. Ein Sanitäter vor Ort berichtete von mindestens drei Demonstranten, die wegen Atembeschwerden durch Tränengas behandelt werden mussten.
Rechtlicher Hintergrund und vorherige Vorfälle
Die Auflösung beruht auf dem Versammlungsgesetz und der Notstandsverordnung, die seit den Massenprotesten 2020 mehrfach angewendet wurde. Die Polizei begründete den Einsatz mit der Blockade eines wichtigen Regierungszugangs und der Verweigerung einer Genehmigung. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am 19. November 2025, als eine Studentenversammlung an der Thammasat Universität aufgelöst und 8 Personen festgenommen wurden. Die Gruppe „Thalugaz“ war bereits im Oktober 2025 bei einer Mahnwache für den inhaftierten Aktivisten Netiporn „Bung“ Sanesangkhom ins Visier der Behörden geraten.
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