Ein großflächiger Stromausfall hat am 28. Dezember 2025 ab 14:17 Uhr Ortszeit Teile von Manhattan, New York, lahmgelegt. Nach Angaben des Versorgers Consolidated Edison (ConEd) waren bis zu 250.000 Kunden im Bereich von der 14th Street bis zur 42nd Street zwischen der 5th und 8th Avenue betroffen.
Chronologie des Blackouts
Der Ausfall begann um 14:17 Uhr im Umspannwerk an der West 49th Street. ConEd-Sprecherin Wendy Ladd bestätigte, dass ein Fehler in einer 138.000-Volt-Übertragungsleitung die Ursache war. Die Feuerwehr NYC Fire Department meldete bis 16:30 Uhr 87 Einsätze wegen feststeckender Aufzüge. Das NYPD sperrte den Times Square für den Fahrzeugverkehr. Die Stromversorgung wurde nach ConEd-Angaben bis 18:45 Uhr für 95% der Kunden wiederhergestellt.
Folgen und Reaktionen
Das Kaufhaus Macy’s an der 34th Street evakuierte um 14:45 Uhr etwa 2.000 Kunden und Mitarbeiter. Der Broadway brach 12 Vorstellungen ab, darunter „The Lion King“ im Minskoff Theatre. U-Bahn-Linien 1, 2, 3, N, Q, R und W stellten den Betrieb ein, was nach Angaben der MTA 400.000 Pendler betraf. Bürgermeister Eric Adams richtete um 15:30 Uhr ein Notfall-Büro im Rathaus ein.
Hintergrund: Wiederkehrendes Problem
Die Infrastruktur in Manhattan ist historisch anfällig. Am 13. Juli 2019 führte ein Trafobrand in einem ConEd-Umspannwerk an der West 64th Street zu einem 5-stündigen Ausfall für 72.000 Kunden. Der Bundesstaat New York verabschiedete 2021 das „Grid Resilience Act“, das 1,2 Milliarden Dollar für Netzmodernisierungen vorsah. ConEd investierte laut Geschäftsbericht 2024 2,3 Milliarden Dollar in die Infrastruktur im Großraum New York. Der letzte große Blackout in Manhattan ereignete sich am 14. August 2003 und betraf 50 Millionen Menschen im Nordosten der USA.
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