Einleitung
Am 27. Dezember 2025 blockierten mehr als 5.000 Demonstranten für über sechs Stunden den Verkehr auf der Brooklyn Bridge in New York City. Die Proteste richteten sich gegen die neuen, verschärften Asylrichtlinien der Regierung von Präsident Donald Trump, die am 26. Dezember in Kraft traten.
Chronologie und Details der Proteste
Die Demonstration begann um 13:00 Uhr Ortszeit am Manhattan-Ende der Brooklyn Bridge. Organisiert wurde die Aktion von einem Bündnis aus über 50 Gruppen, darunter „Make the Road New York“ und „The New York Immigration Coalition“. Die New Yorker Polizeibehörde (NYPD) unter Commissioner John Chell setzte rund 800 Beamte ein, um die Lage zu kontrollieren. Laut NYPD-Sprecherin Tarik Sheppard wurden 127 Personen vorübergehend festgenommen, vorwiegend wegen Nichteinhaltung der Verkehrsregeln und Widerstands gegen die Staatsgewalt. Der Verkehr auf einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Stadt kam zwischen 13:30 und 19:45 Uhr vollständig zum Erliegen, was zu einem Stau von über 15 Kilometern Länge im umliegenden Straßennetz führte.
Hintergrund: Die neuen Asyl-Richtlinien
Die Proteste sind eine direkte Reaktion auf die Executive Order 14211, die Präsident Trump am 26. Dezember unterzeichnete. Die Anordnung sieht vor, dass Asylanträge nur noch an offiziellen Grenzübergängen gestellt werden können und die Bearbeitungskapazitäten auf 1.000 Anträge pro Tag begrenzt werden. Personen, die ohne vorherige Terminvereinbarung über die mobile App „CBP One“ an der Grenze erscheinen, werden sofort in das Nachbarland zurückgewiesen. Diese Regelung verschärft die bereits im April 2025 eingeführte „Remain in Mexico 2.0“-Politik, die über 75.000 Asylsuchende zur Rückkehr nach Mexiko während ihrer Gerichtsverfahren zwang. Die neuen Richtlinien basieren auf dem umstrittenen Titel 42, einem Pandemie-Notstandsgesetz aus dem Jahr 2020, das nun dauerhaft angewendet werden soll.
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