Deutsche Wirtschaft unter Druck: Mittelstand kämpft mit Bürokratie und hohen Energiekosten
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer schwierigen Lage. Besonders der Mittelstand sieht sich mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Laut einer aktuellen Umfrage des ifo-Instituts sehen sich 8,1 Prozent der befragten Firmen in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Das ist fast jedes zwölfte Unternehmen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 7,3 Prozent. Schwierige wirtschaftliche Bedingungen und internationaler Wettbewerb setzen den Unternehmen zu.
Als größte Probleme werden Bürokratie, Fachkräftemangel und steigende Kosten genannt. Insbesondere die hohen Energiepreise belasten energieintensive Branchen. Zwar gibt es erste Entlastungsschritte von der Regierung, wie die Verstetigung der Stromsteuersenkung. Jedoch bleiben die nationalen Preisbestandteile wie Netzentgelte, Steuern und Umlagen vergleichsweise hoch.
Inflation stagniert, Arbeitsmarkt zeigt wenig Bewegung
Die Inflation in Deutschland liegt im November 2025 bei 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit stagniert sie und liegt auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat Oktober. Die Bundesbank erwartet für 2025 eine durchschnittliche Inflation von 2,2 Prozent. Anschließend soll sie auf etwa 1,5 Prozent im Jahr 2026 sinken.
Der Arbeitsmarkt zeigt im November 2025 wenig Bewegung. Die Arbeitslosigkeit ist saisonüblich um 26.000 auf 2.885.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 111.000 gestiegen.
DAX mit leichter Erholung
Der DAX zeigt sich zum Jahresende mit einer leichten Erholung. Aktuell steht der DAX bei 24.340,06 Punkten, ein Plus von 0,23 Prozent. Die größten Gewinner im DAX sind E.ON, RWE und Bayer. Auf der Verliererseite stehen Continental, Brenntag, Daimler Truck, Zalando und Adidas.
Handwerk in schwieriger Lage
Auch im Handwerk ist kein Aufschwung in Sicht. Die Betriebe bewerten die aktuelle Geschäftslage etwas schlechter als im Vorjahr. Sinkende Auftragsbestände, schwache Umsätze und steigende Kosten belasten die Betriebe. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert ein Belastungsmoratorium für die Betriebe, eine Vereinfachung bei Dokumentations- und Berichtspflichten und mehr Tempo bei der Genehmigung von Bau- und Infrastrukturprojekten.
Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung mit ihren Maßnahmen die Situation verbessern kann.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



