Zum Tod von Arthur Cohn – Ein Leben für den Film und die Menschlichkeit
Die Filmwelt trauert um Arthur Cohn, der am 12. Dezember 2025 im Alter von 98 Jahren in Basel verstorben ist. Der Schweizer Filmproduzent hat mit seinem humanistischen Blick und seinem unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit tiefe Spuren hinterlassen. Cohn war nicht nur ein Oscar-Preisträger, sondern auch ein Mann, der sich stets für die Schwachen und Benachteiligten einsetzte.
Arthur Cohn wurde am 4. Februar 1927 in Basel geboren. Seine Karriere begann zunächst außerhalb des Filmbereichs. Erst später entdeckte er seine Leidenschaft für das Kino und avancierte zu einem der bedeutendsten Produzenten von Dokumentar- und Spielfilmen mit sozialkritischem Hintergrund.
Ein humanistisch geprägtes Werk
Cohns Filme zeichneten sich stets durch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen und das Schicksal von Menschen am Rande der Gesellschaft aus. Sein wohl bekanntestes Werk ist „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (Les Choristes), ein Publikumsliebling, der die Kraft der Musik und die Bedeutung von Bildung in den Mittelpunkt stellt. Doch auch seine Dokumentarfilme, die mit drei Oscars ausgezeichnet wurden, zeugen von seinem Engagement: „Der Himmel über Berlin“, „American Dream“ und „One Day in September“.
Neben seinen Erfolgen als Produzent war Arthur Cohn auch an drei oscarprämierten ausländischen Filmen beteiligt. Er war bekannt für seine Fähigkeit, Geschichten auszuwählen und zu unterstützen, die universelle menschliche Werte vermitteln und zum Nachdenken anregen. Als erster nicht-amerikanischer Produzent wurde er auf dem „Walk of Fame“ geehrt, eine Anerkennung seiner herausragenden Leistungen und seines globalen Einflusses.
Ein Leben jenseits des Rampenlichts
Arthur Cohn war mehr als nur ein erfolgreicher Filmproduzent. Er war ein Mensch mit Werten, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst war. Er scheute sich nicht, Position zu beziehen und seine Stimme für eine gerechtere Welt zu erheben. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der Filmwelt, doch sein Werk wird weiterleben und die Menschen inspirieren.
In einer Zeit, in der Krieg, Armut und Machtmissbrauch allgegenwärtig sind, erinnert Arthur Cohns Lebenswerk daran, dass es möglich ist, mit Filmen etwas zu bewegen und einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Sein Vermächtnis ist ein Aufruf zur Menschlichkeit und Solidarität – Werte, die heute wichtiger sind denn je.
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