Deutsche Wirtschaft unter Druck: Industrie zwischen Auftragslage und Unsicherheit, Handwerk klagt über Fachkräftemangel

Deutsche Wirtschaft unter Druck: Industrie zwischen Auftragslage und Unsicherheit, Handwerk klagt über Fachkräftemangel
Quelle: KI-generiert

Wirtschaftsnachrichten Deutschland: Industrie unter Druck, Handwerk kämpft mit Fachkräftemangel

Die deutsche Wirtschaft steht vor Herausforderungen: Während sich einige Industriezweige über eine gute Auftragslage freuen, kämpfen andere mit den Folgen steigender Energiepreise und einer schwächelnden Inlandsnachfrage. Besonders betroffen ist der Mittelstand, der das Ausmaß der Unsicherheit als so hoch wie selten zuvor empfindet.

Industrie: Licht und Schatten

Trotz politischer Unsicherheiten verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe eine gute Auftragslage, wobei einzelne Branchen besonders profitieren. Der BDI-Präsident Peter Leibinger und Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner gaben einen Überblick über die wirtschaftliche Lage und Herausforderungen für die deutsche Industrie. Die deutsche Industrie wird von vier Branchen dominiert: Automobil, Maschinenbau, Chemie und Elektroindustrie.

Handwerk: Fachkräftemangel und Bürokratie als Bremsen

Das Handwerk sieht sich mit steigenden Mobilitätskosten und neuen technischen Vorgaben konfrontiert. Handwerksbetriebe müssen ab Januar 2026 einen Mindestlohn von 13,90 Euro zahlen. Viele Betriebsinhaber verbringen mehr Zeit mit Bürokratie als mit ihrer eigentlichen Arbeit. Der Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung, obwohl das Handwerk vielfältige Ausbildungsberufe bietet.

Inflation und Energiepreise: Was bedeutet das für die Bürger?

Die Inflationsrate lag im Oktober 2025 bei +2,3%. Im Dezember 2025 sank sie auf 2,0 %. Die Energiepreise sind im Vorjahresvergleich gesunken. Für Neukunden liegen die Strompreise aktuell bei rund 24 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh zahlt beim günstigsten Anbieter durchschnittlich 805,15 EUR pro Jahr. In der Grundversorgung kostet Strom durchschnittlich 40,70 Cent pro kWh, was 1.424,56 EUR pro Jahr entspricht.

Arbeitsmarkt: Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist 2025 gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich um 161.000 auf 2.948.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

DAX: Aktuelle Entwicklung

Der DAX zeigt sich heute relativ ruhig. Am 23. Januar 2026 verzeichnete der DAX einen Wert von 0,15%.

Mittelstand: Stabilitätsanker der Wirtschaft

Der Mittelstand ist mit 3,4 Millionen Unternehmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Er stellt 70 % aller Lehrlinge und beschäftigt 50,7 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Mittelstand sieht sich mit schwacher Inlandsnachfrage, hohen Energie- und Rohstoffpreisen sowie steigenden Lohnkosten konfrontiert.

Ausblick

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase der Transformation. Um den Mittelstand zu entlasten, fordert der ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke entschlossenes Handeln und Entlastungen.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion