Raser auf Werther Straße: Polizei zieht Konsequenzen und startet Tempokontrollen

Raser auf Werther Straße: Polizei zieht Konsequenzen und startet Tempokontrollen

Bocholt / Kreis Borken. Mit eindrücklicher Geschwindigkeit setzt die Polizei im Kreis Borken ihre Kampagne gegen Raser fort. Ein erschreckender Vorfall in der vergangenen Woche unterstreicht die Dringlichkeit: Ein Autofahrer wurde auf der Werther Straße in Bocholt mit unglaublichen 129 km/h geblitzt – in einem Bereich, wo maximal 70 km/h erlaubt sind. Gegen den Fahrer wird nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, das neben einem hohen Bußgeld auch Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot zur Folge haben kann.

Kampagne gegen Hauptunfallursache Nummer eins

Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern Beispiel für die landesweit häufigste Ursache schwerer Verkehrsunfälle. Die Polizei im Kreis Borken intensiviert daher im Rahmen der landesweiten Verkehrssicherheitsarbeit ihre Kontrollen. Im Fokus steht die bekämpfung der Hauptunfallursache „Überhöhte Geschwindigkeit“.

Wo und wie kontrolliert wird

Die Beamten der Polizei Borken, darunter Spezialisten der Direktion Verkehr (PD Verkehr) und der örtlichen Polizeiinspektion (P.TÜR), setzen auf sichtbare und unangekündigte Maßnahmen:

  • Regelmäßige stationäre Geschwindigkeitsmessungen an bekannten Unfallschwerpunkten.
  • Mobile Kontrollen mit Laserpistolen im gesamten Kreisgebiet.
  • Schwerpunktaktionen an Wochenenden und in den Abendstunden.
  • Kontrollen kombiniert mit Überprüfungen auf Alkohol und Drogen.

Appell an alle Verkehrsteilnehmer

„Geschwindigkeit ist kein Kavaliersdelikt“, betont ein Polizeisprecher. „Jeder km/h zu viel verkürzt den Bremsweg und erhöht im Falle eines Unfalls die Aufprallwucht und damit das Verletzungsrisiko enorm.“ Die Polizei appelliert an die Vernunft aller Autofahrer, die vorgeschriebenen Limits einzuhalten – nicht aus Angst vor Strafe, sondern zum Schutz aller Menschen im Straßenverkehr. Die intensivierten Kontrollen werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Borken