Verlangsamtes Wachstum in China: Strukturelle Probleme belasten Konjunktur 2025

Verlangsamtes Wachstum in China: Strukturelle Probleme belasten Konjunktur 2025
Quelle: KI-generiert

Chinas Wirtschaft verlangsamt sich – strukturelle Probleme belasten

Chinas Wirtschaft hat im vierten Quartal 2025 ein verlangsamtes Wachstum erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent, was das schwächste Quartalswachstum seit drei Jahren darstellt. Für das Gesamtjahr 2025 wurde ein Wachstum von 5 Prozent erreicht.

Der Außenhandel stützte die Konjunktur, wobei chinesische Unternehmen von starken Ausfuhren in andere Regionen profitierten, trotz anhaltender Spannungen mit den USA. Ökonomen sehen darin jedoch Anzeichen für eine unausgewogene Entwicklung. Eine schwache Inlandsnachfrage, ein angespannter Arbeitsmarkt und fallende Immobilienpreise belasten die Kauflaune der Verbraucher. Hinzu kommen hohe Schulden vieler Lokalregierungen, die den Spielraum für Konjunkturprogramme einschränken.

Die Weltbank prognostiziert für 2026 ein Wachstum von etwa 4,4 Prozent, während der Internationale Währungsfonds von etwa 4,5 Prozent ausgeht. Goldman Sachs zeigt sich optimistischer und erwartet ein Plus von 4,8 Prozent, basierend auf weiterhin robusten Exporten.

Die Daten unterstreichen eine zunehmende Spaltung der chinesischen Wirtschaft. Während die Industrieproduktion im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent zulegte, stiegen die Einzelhandelsumsätze um vergleichsweise schwache 3,7 Prozent. Seit Beginn der Immobilienkrise 2021 hat die Führung in Peking gezielt Ressourcen in die Industrie gelenkt, was zu Überkapazitäten in der Produktion führte.

Ein Wirtschaftsexperte schlägt eine Einmalzahlung für alle Chinesen vor, um die Konsumzurückhaltung zu bekämpfen. Bisherige Maßnahmen wie Subventionen für Konsumgüter oder leichte Rentenerhöhungen gelten als unzureichend.

Gesellschaftliche Herausforderungen: Geburtenrate auf Rekordtief

Chinas Gesellschaft altert, und die Geburtenrate ist auf einen historischen Tiefstand gefallen. Im Jahr 2025 wurden nur 7,92 Millionen Babys geboren, was einem Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Geburtenrate beträgt nur noch 0,98 Kinder pro Frau, während 2,1 Kinder notwendig wären, um den Bevölkerungsstand zu halten.

Die Gesamtbevölkerung Chinas ist im vergangenen Jahr um 3,4 Millionen Menschen gesunken. Dies gilt als heftigster Rückgang seit der Hungersnot von 1960. Ende 2025 belief sich die Bevölkerungszahl auf knapp 1,405 Milliarden.

Gründe für den Rückgang sind unter anderem die hohen Erziehungs- und Bildungskosten in großen Städten. Die Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, mit Kindergeld Abhilfe zu schaffen. Zudem wirkt die sogenannte Ein-Kind-Politik zwischen 1980 und 2015 nach, die zu geringeren Geburten und einem Männerüberschuss geführt hat.

Die sinkende Bevölkerung und die steigende Zahl an Senioren belasten das Renten- und Pflegesystem. Die Regierung begann im vergangenen Jahr, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben.

Geopolitische Entwicklungen: Handelsbeziehungen und Spannungen

Trotz Spannungen mit den USA profitierten chinesische Unternehmen von starken Ausfuhren in andere Regionen. Allerdings gibt es in vielen Ländern Widerstand gegen Dumpingpreise und Wettbewerbsverzerrungen.

Die USA üben weiterhin wirtschaftlichen und militärischen Druck aus. US-Präsident Trump droht dem Iran mit „hartem Eingreifen“ und verfolgt eine Politik der Konfrontation gegenüber China.

China bemüht sich um eine Stärkung der Beziehungen zu anderen Ländern. So führte der kanadische Premierminister Mark Carney Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, bei denen Handelsabkommen geschlossen wurden. Xi betonte, China und Kanada sollten Partner sein. Auch mit den zentralasiatischen Staaten wurde die Wirtschaftszusammenarbeit ausgebaut.

Die Beziehungen zwischen China und Deutschland sind von wirtschaftlichen Interessen und politischen Differenzen geprägt. Bundeswirtschaftsminister Habeck sprach sich für eine Reform der deutschen China-Strategie aus. Streit gibt es vor allem über Zölle auf chinesische Elektroautos.

China äußert Besorgnis über die Festnahme des venezolanischen Präsidentenpaares durch die USA.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von China Korrespondent