Bei einer Explosion im Staatlichen Forschungsinstitut für Organische Chemie und Technologie (GosNIIOKhT) in Moskau sind am 5. Januar 2026 drei Wissenschaftler getötet und elf weitere Personen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr Ortszeit in einem Laborgebäude auf dem Institutsgelände in der Entuziastov Shosse 23 im Südosten der Hauptstadt.
Chronologie und Details des Vorfalls
Laut dem russischen Katastrophenschutzministerium (EMERCOM) handelte es sich bei der Explosion um einen Unfall während einer experimentellen Synthese. Die Druckwelle zerstörte Teile des Labors 412 im dritten Stock des Gebäudes 7B. Unter den drei Toten sind die leitenden Forscher Dr. Igor Wladimirowitsch Petrow, 48, und Dr. Jelena Sergejewna Kowaljowa, 52. Das dritte Opfer wurde als Techniker Michail Anatoljewitsch Sokolow, 37, identifiziert. Von den elf Verletzten, darunter sieben Institutsmitarbeiter und vier Reinigungskräfte, wurden sechs mit Verbrennungen und Trümmerverletzungen in das Moskauer Krankenhaus Nr. 36 eingeliefert. Fünf Personen erlitten einen Schock und wurden vor Ort behandelt.
Hintergrund und Sicherheitsvorgeschichte
Das GosNIIOKhT ist ein zentrales Forschungsinstitut, das historisch und gegenwärtig mit der Entwicklung chemischer Substanzen, einschließlich Kampfstoffen, befasst ist. Das Institut untersteht der staatlichen Agentur für Chemiewaffenkonventionen. Ein ähnlicher, aber weniger schwerwiegender Vorfall hatte sich am selben Institut bereits am 17. August 2023 ereignet, bei dem ein Laborbrand zwei leichte Verletzungen forderte. Die damalige Untersuchung des Rostechnadzor (Technische Überwachungsbehörde) führte zu Beanstandungen bei der Lagerung bestimmter Reagenzien. Die genauen Umstände und die beteiligten Chemikalien des aktuellen Unfalls werden von einer Sonderkommission unter Leitung von Alexander Tschuprjan, dem stellvertretenden Leiter von EMERCOM, untersucht. Erste Ermittlungen deuten laut einer anonymen Quelle innerhalb der Behörde auf eine unkontrollierte exotherme Reaktion hin.
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