Mexiko: Mindestens 14 Tote bei Gefängnisrevolte in Ciudad Juárez

Mexiko: Mindestens 14 Tote bei Gefängnisrevolte in Ciudad Juárez

Bei einer Revolte im Gefängnis CERESO Nr. 3 in Ciudad Juárez, Chihuahua, sind am 16. Januar 2026 mindestens 14 Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden. Die Gewalt brach um 08:30 Uhr Ortszeit in einem Zellentrakt aus und eskalierte zu einem mehrstündigen Gefecht zwischen rivalisierenden Banden.

Chronologie der Gewalt

Die Staatsanwaltschaft von Chihuahua bestätigte, dass der Konflikt im Pavillon 4 des Gefängnisses begann. Inhaftierte der kriminellen Gruppe „La Línea“ griffen Mitglieder der rivalisierenden „Gente Nueva“ an. Die Gefängniswachen konnten die Situation zunächst nicht unter Kontrolle bringen. Laut dem Sicherheitssekretär von Chihuahua, Gilberto Loya, wurden bis 14:00 Uhr 14 Leichen geborgen, darunter 13 Inhaftierte und ein Gefängnisbediensteter. Die 13 Verletzten wurden in lokale Krankenhäuser eingeliefert.

Hintergrund und Sicherheitslage

Das CERESO Nr. 3 in Ciudad Juárez ist seit Jahren für Überbelegung und die Kontrolle durch kriminelle Organisationen bekannt. Bereits im August 2022 kam es in derselben Haftanstalt zu einer Revolte mit 11 Toten, als Angehörige des Sinaloa-Kartells auf Mitglieder des Juárez-Kartells schossen. Ciudad Juárez, direkt an der Grenze zu El Paso, Texas, ist eine der gewalttätigsten Städte Mexikos. Im Jahr 2025 verzeichnete die Stadt eine Mordrate von über 80 pro 100.000 Einwohner. Die Gefängnisse dienen den Kartellen oft als Rekrutierungsbasen und Operationszentren.

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