Japanische Küstenwache stoppt 14 chinesische Fischerboote in umstrittenen Gewässern

Japanische Küstenwache stoppt 14 chinesische Fischerboote in umstrittenen Gewässern

Die japanische Küstenwache hat am 19. Januar 2026 insgesamt 14 chinesische Fischerboote aus den umstrittenen Gewässern nahe den Senkaku-Inseln (Diaoyu-Inseln) vertrieben. Die Aktion fand zwischen 8:00 Uhr und 14:00 Uhr Ortszeit in der Nähe der Insel Uotsuri statt, wie ein Sprecher der 11. Regionalen Küstenwachhauptquartiere in Naha bestätigte.

Chronologie der Zwischenfälle

Am frühen Morgen des 19. Januar sichteten Patrouillenboote der Küstenwache die 14 chinesischen Schiffe innerhalb der 12-Seemeilen-Zone, die Japan als seine Hoheitsgewässer um die unbewohnten Inseln beansprucht. Die Küstenwache forderte die Schiffe per Funk auf, das Gebiet zu verlassen. Laut dem Protokoll der Küstenwache verließen alle Schiffe die Zone bis 14:00 Uhr, ohne dass es zu einem Zwischenfall kam. Die Schiffe wurden von den Patrouillenboote Hateruma und Yonaguni überwacht.

Hintergrund und Eskalationsmuster

Die Senkaku-Inseln werden sowohl von Japan als auch von China und Taiwan beansprucht. Japan kontrolliert die Inseln de facto seit 1972. Der Vorfall folgt einem etablierten Muster: Allein im Jahr 2025 dokumentierte die japanische Küstenwache 352 Tage mit Präsenz chinesischer Staats- oder Fischerboote in den umstrittenen Gewässern. Ein ähnlicher Vorfall mit 12 chinesischen Schiffen ereignete sich am 12. Januar 2026. Die japanische Regierung unter Premierminister Taro Kono hat wiederholt über diplomatische Kanäle, zuletzt am 20. Januar durch Außenministerin Yoko Kamikawa, Protest bei der chinesischen Regierung eingelegt.

Die chinesische Regierung hält an ihrem Anspruch fest. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, erklärte am 20. Januar, die Schiffe hätten in traditionellen chinesischen Fischgründen operiert, und forderte Japan auf, „Provokationen“ zu unterlassen. Die USA, ein Verbündeter Japons, bekräftigten am 21. Januar durch einen Sprecher des Außenministeriums, dass der US-Japan-Sicherheitsvertrag Artikel 5, der gemeinsame Verteidigung vorsieht, für die Inseln gelte.

Bildquelle: Pixabay