Explosion in Peshawar: Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf Polizeistreife

Explosion in Peshawar: Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf Polizeistreife

Einleitung

Bei einem Bombenanschlag auf eine Polizeistreife in Peshawar sind am 13. Januar 2026 mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz detonierte um 18:45 Uhr Ortszeit in der Nähe des Khyber Bazar im Stadtteil Gulbahar.

Hauptteil

Die Explosion traf ein Polizeifahrzeug vom Typ Toyota Hilux, das zu einer Routinepatrouille gehörte. Laut dem Sprecher des Lady Reading Hospitals, Dr. Muhammad Asim, wurden die Leichen von 12 Polizeibeamten und 3 Zivilisten in die Klinik eingeliefert. Unter den Getöteten befindet sich der stellvertretende Aufseher (DSP) Malik Saad. 22 weitere Personen, darunter 5 Kinder, wurden mit teils schweren Verletzungen behandelt.

Augenzeuge Hidayat Ullah, der einen Laden in der Nähe betreibt, berichtete: „Die Explosion war so gewaltig, dass die Scheiben meines Ladens zersprangen. Überall lagen verletzte Menschen auf der Straße.“ Die Behörden sperrten das Gebiet um den Khyber Bazar weiträumig ab. Ein Sprecher der Polizei von Khyber Pakhtunkhwa, Naeem Khan, bestätigte gegenüber Journalisten, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf die Sicherheitskräfte handele. Die Sprengkraft des improvisierten Sprengsatzes (IED) wird auf 8 bis 10 Kilogramm TNT-Äquivalent geschätzt.

Hintergrund

Die Provinz Khyber Pakhtunkhwa, insbesondere die Grenzregion um Peshawar, ist seit Jahren Schauplatz von Anschlägen militanter Gruppen. Die Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) bekannte sich in den letzten 24 Stunden zu der Tat. Bereits am 10. Januar 2026 waren bei einem ähnlichen Angriff auf einen Polizeikonvoi in Dera Ismail Khan, einer weiteren Stadt in Khyber Pakhtunkhwa, 7 Beamte getötet worden.

Die Sicherheitsoperation „Radd-ul-Fasaad“ (Eliminierung der Zwietracht) läuft seit 2017, konnte die Anschlagsrate jedoch nicht nachhaltig senken. Im Jahr 2025 verzeichnete Pakistan nach Angaben des South Asia Terrorism Portals über 500 terrorbedingte Todesfälle, wobei ein Großteil auf Khyber Pakhtunkhwa entfiel. Das pakistanische Anti-Terrorismusgesetz (ATA) von 1997 sieht für solche Taten die Todesstrafe vor.

Bildquelle: Pixabay