Schwerer Unfall in Yancheng
Am 28. Dezember 2025 um 14:17 Uhr Ortszeit ereignete sich eine schwere Explosion auf dem Gelände der Jiangsu Tianjiayi Chemical Co. Ltd. im Industriepark von Xiangshui, Yancheng, Provinz Jiangsu. Nach offiziellen Angaben der örtlichen Notfallverwaltung kamen 17 Menschen ums Leben, 132 weitere wurden verletzt, 23 von ihnen schwer. Die Explosion zerstörte drei Produktionsgebäude und beschädigte Fenster in einem Umkreis von zwei Kilometern.
Chronologie der Rettungsarbeiten
Die örtliche Feuerwehr Yancheng entsandte innerhalb von acht Minuten nach dem Notruf 42 Fahrzeuge und über 200 Einsatzkräfte zum Unglücksort. Der Einsatzleiter, Feuerwehrkommandant Wang Jian, erklärte, die Löscharbeiten hätten sich aufgrund mehrerer Folgedetonationen und der Freisetzung von Chemikalien als äußerst schwierig erwiesen. Bis zum Abend des 29. Dezember waren 15 der 17 Todesopfer identifiziert, darunter 12 Fabrikarbeiter und 3 Mitarbeiter eines Logistikunternehmens. 132 Verletzte wurden in fünf umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
Untersuchung und Hintergrund
Ein Untersuchungsteam unter der Leitung des Ministeriums für Notfallmanagement und der Staatlichen Kommission für Arbeitssicherheit nahm am 29. Dezember die Arbeit auf. Erste Ermittlungen deuten auf einen Defekt in einer Anlage zur Herstellung von Nitrocellulose als Unfallursache hin. Der Betrieb hatte erst im November 2025 eine routinemäßige Sicherheitsinspektion der Bezirksbehörde bestanden. Die Jiangsu Tianjiayi Chemical Co. Ltd. war bereits im März 2018 mit einer Geldstrafe von 800.000 Yuan belegt worden, weil sie Abwässer illegal abgeleitet hatte. Dies ist der schwerste Industrieunfall in der Provinz Jiangsu seit der Explosion in einer Kunstanlage in Kunshan im August 2014, bei der 146 Menschen starben.
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