Spanische Küstenwache rettet 74 Migranten aus Seenot vor Almería

Spanische Küstenwache rettet 74 Migranten aus Seenot vor Almería

Rettungseinsatz vor der andalusischen Küste

Die spanische Küstenwache (Salvamento Marítimo) rettete am 26. Dezember 2025 insgesamt 74 Migranten aus einem in Seenot geratenen Holzboot. Der Einsatz fand etwa 50 Kilometer südlich von Cabo de Gata in der Provinz Almería statt. Die Alarmierung erfolgte gegen 10:30 Uhr Ortszeit durch ein vorbeifahrendes Handelsschiff, das das manövrierunfähige Boot gesichtet hatte.

Chronologie der Rettungsaktion

Das Rettungsboot „Salvamar Alnitak“ erreichte die Position um 12:15 Uhr. An Bord des Holzbootes befanden sich 65 Männer, 8 Frauen und ein Minderjähriger, wie ein Sprecher der Küstenwache, Miguel Ángel Pardo, bestätigte. Die Insassen stammten nach ersten Angaben mehrheitlich aus Marokko und Subsahara-Afrika. Sie wurden an Bord der „Alnitak“ genommen und gegen 16:00 Uhr im Hafen von Almería an Land gebracht. Die Guardia Civil übernahm die Erstbefragung und Registrierung der Geretteten.

Hintergrund: Anstieg der Ankünfte auf der Alborán-Route

Die Rettung ist Teil eines anhaltenden Trends. Nach Daten des spanischen Innenministeriums kamen zwischen dem 1. Januar und dem 15. Dezember 2025 über die sogenannte Alborán-Route (von Marokko/Nordafrika nach Andalusien) bereits mehr als 12.500 Menschen an. Das sind 18% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im gesamten Jahr 2024 erreichten über 41.000 Menschen auf dem Seeweg die spanischen Küsten. Die andalusische Regionalregierung fordert seit Monaten eine gerechtere Verteilung der ankommenden Migranten auf andere autonome Gemeinschaften Spaniens und mehr EU-Hilfen.

Bildquelle: Pixabay