Waldsterben in Deutschland: Dramatische Zuspitzung gefährdet Ökosysteme

Waldsterben in Deutschland: Dramatische Zuspitzung gefährdet Ökosysteme
Quelle: KI-generiert

Waldsterben in Deutschland: Ein Wettlauf gegen die Zeit

Deutschlands Wälder sind in einem alarmierenden Zustand, gekennzeichnet durch Dürre, Schädlinge und die Folgen intensiver Forstwirtschaft. Nur etwa jeder fünfte Baum gilt noch als gesund. Besonders betroffen sind Fichten- und Kiefernmonokulturen, die anfällig für Waldbrände und den Befall von Schädlingen wie dem Borkenkäfer sind. Naturnahe Laubmischwälder erweisen sich hingegen als widerstandsfähiger.

Die Situation hat sich seit 2021 fast verdoppelt. Es droht ein neues Waldsterben durch die Folgen der Erderwärmung und anhaltende Luftverschmutzung. Um die Wälder langfristig zu stabilisieren, muss bei der Wiederaufforstung auf standortangepasste Baumarten geachtet werden.

Wasserknappheit: Ein globaler „Wasserbankrott“

Die Vereinten Nationen sprechen angesichts der weltweiten Situation von einem drohenden „Wasserbankrott“, da vielerorts natürliche Wasserquellen unwiederbringlich verloren gehen. Europa erwärmt sich besonders schnell, was die Problematik zusätzlich verschärft.

Auch in Deutschland ist Wasserknappheit ein zunehmendes Problem. Eine Studie des BUND zeigt, dass in jedem zweiten Landkreis bereits Wasserstress herrscht, besonders in Regionen mit intensiver Landwirtschaft, Industrie oder hoher Bevölkerungsdichte. Sinkende Grundwasserspiegel und austrocknende Böden sind die Folge.

Auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin diskutierten Experten aus Deutschland und China über Lösungsansätze für die Wasserknappheit in der Landwirtschaft. Dabei wurden der Ausbau digitaler Landwirtschaft und der verstärkte Einsatz effizienter Bewässerungssysteme als zentrale Maßnahmen genannt.

Müllvermeidung: Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz 1

Deutschland produziert im europäischen Vergleich mit 20% mehr Verpackungsmüll als der Durchschnitt am meisten. Obwohl die Abfallmenge in deutschen Haushalten im Jahr 2023 auf den niedrigsten Wert seit über 20 Jahren gesunken ist, ist sie immer noch zu hoch.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) betont, dass Abfallvermeidung vor dem Recycling das wichtigste Ziel der Kreislaufwirtschaft sein muss. Es gibt jedoch auch positive Nachrichten: So will beispielsweise der Baustoffhersteller Knauf mit einer neuen Gipsrecyclinganlage in Mittelfranken die Versorgung mit dem knappen Rohstoff verbessern.

Naturschutz kontra Windkraft im Wald: Ein schwieriger Kompromiss

Der Ausbau der Windenergie, insbesondere in Wäldern, ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Einerseits ist Windenergie eine wichtige grüne Energiequelle, andererseits sind die Wälder in Deutschland bereits geschwächt. Windkraftanlagen im Wald bedeuten einen Eingriff in ohnehin sensible Ökosysteme.

Naturschutzverbände klagen gegen Windenergieanlagen im Wald. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert, keine Windenergieanlagen im Wald zu bauen, da diese eine Gefahr für zahlreiche Wildtiere darstellen.

Es bedarf einer sorgfältigen Abwägung aller naturschutzfachlichen Belange, bevor Windparks errichtet werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist nur dort richtig, wo wertvolle Naturräume und ihre Arten nicht gefährdet werden.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Naturschützer