Deutsche Wirtschaft unter Druck: Insolvenzen nehmen zu, während Dax neue Höhen erreicht
Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Während der Dax, der die 40 größten börsennotierten Unternehmen des Landes umfasst, Rekordwerte erreicht, sieht die Realität für viele Betriebe düster aus. Experten warnen vor einem Anstieg der Insolvenzen, insbesondere bei großen Unternehmen.
Die Restrukturierungsberatung Falkensteg meldet, dass im vergangenen Jahr 471 Unternehmen mit einem Umsatz von über 10 Millionen Euro Insolvenz anmelden mussten – ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Georgiy Michailov, Geschäftsführer von Struktur Management Partner, sieht einen „Kipppunkt“ erreicht, da viele Firmen aufgrund hoher Verschuldung Schwierigkeiten haben, Kredite zu bekommen.
Diese Entwicklung steht scheinbar im Widerspruch zum Höhenflug des Dax, der erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten hat. Der Grund dafür liegt laut Experten in der internationalen Ausrichtung der Dax-Konzerne, die einen Großteil ihrer Umsätze im Ausland erzielen.
Jonas Eckhardt, Partner bei Falkensteg, betont, dass der Standort Deutschland ein „echtes Wettbewerbsproblem“ habe, insbesondere für größere Unternehmen, die starker internationaler Konkurrenz ausgesetzt seien.
Kritik an geplanter Bürgergeld-Reform: Verbände warnen vor sozialer Not
Parallel zu den Herausforderungen für Unternehmen steht auch die geplante Bürgergeld-Reform der Regierung in der Kritik. Wohlfahrtsverbände, Sozialverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordern Nachbesserungen. Sie warnen davor, dass die geplanten Verschärfungen kaum Einsparungen bringen würden, sondern Betroffene im schlimmsten Fall ihre Wohnung kosten könnten.
Die Reform sieht vor, dass die Grundsicherung gestrichen werden kann, wenn Leistungsempfänger nicht erreichbar sind oder Termine im Jobcenter versäumen. Die Verbände kritisieren insbesondere die geplanten „100-Prozent-Sanktionen“ und fordern, dass Haushalte mit Kindern, Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige besonders geschützt werden.
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch warnt, dass verschärfte Sanktionen Menschen in existenzielle Not treiben und im schlimmsten Fall zu Wohnungslosigkeit führen könnten. Stattdessen solle die Politik in gute Arbeitsförderung und verlässliche Begleitung investieren.
CO2-Handel: Chemieindustrie schlägt Alarm
Die deutsche Chemieindustrie sieht sich durch die Klimapolitik der EU im internationalen Wettbewerb benachteiligt. In einem Brandbrief an die EU-Kommission fordern die Verbände dringend eine Reform des CO2-Handels.
Autoindustrie im Wandel: Deutsche Hersteller unter Druck
Die deutsche Autoindustrie steht vor großen Herausforderungen. Während Opel einen Marktanteil von vier Prozent in Europa anstrebt, sehen Experten andere deutsche Premium-Marken wie Audi in der „Versenkung verschwunden“. Eric Trump, Sohn des ehemaligen US-Präsidenten, warnt, dass Deutschland ohne Reaktion aufgrund Chinas Vormachtstellung bald keine Autoindustrie mehr haben werde.
Lufthansa umfliegt Iran und Irak
Aufgrund der Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Lufthansa ihren Flugbetrieb im Nahen Osten eingeschränkt.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



