Polizei Dortmund richtet Ermittlungskommission nach Ausschreitungen ein

Polizei Dortmund richtet Ermittlungskommission nach Ausschreitungen ein

Die Polizei Dortmund hat als Konsequenz aus den schweren Ausschreitungen vom 20. Januar 2026 eine spezielle Ermittlungskommission eingerichtet. Ziel ist die konsequente Aufarbeitung und strafrechtliche Verfolgung der damaligen Taten. Parallel bereitet sich die Behörde intensiv auf eine für das kommende Wochenende angekündigte weitere Versammlung vor.

Fahndung nach Gewalttätern läuft

Die neu geschaffene Kommission, bestehend aus Beamten des Staatsschutzes und der Kriminalpolizei, sichtet umfangreiches Bild- und Videomaterial. „Wir werden die Täter identifizieren und ihnen den Prozess machen“, so ein Polizeisprecher. Bei den Ausschreitungen waren mehrere Einsatzkräfte verletzt und erheblicher Sachschaden entstanden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und hat hierzu einen Zeugenaufruf mit Bildern veröffentlicht.

Großaufgebot und präventive Maßnahmen für neues Wochenende

Um weitere Gewalt zu verhindern, plant die Polizei für die anstehende Versammlung ein Großaufgebot. Dazu gehören auch Spezialeinheiten wie die Polizeiliche Technische Überwachung und Reaktion (P.TÜR), die unter anderem für Observation und technische Unterstützung zuständig ist. Zu den vorbereiteten Maßnahmen zählen:

  • Verdichtete Streifen in der Innenstadt und im erwarteten Versammlungsgebiet.
  • Frühzeitige Kontrollen und Zugangsregelungen zu potenziellen Konfliktzonen.
  • Enge Abstimmung mit Veranstaltern und Ordnungsdiensten.

Appell an Vernunft und friedlichen Protest

Die Polizei betont das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, stellt aber klar, dass sie entschlossen gegen jegliche Form von Gewalt und Rechtsbrüchen vorgehen wird. „Unser Ziel ist ein friedlicher Verlauf. Wir werden jedoch jede Straftat konsequent verfolgen“, heißt es aus der Pressestelle. Bürger werden gebeten, Hinweise zu den Januar-Ausschreitungen oder zur bevorstehenden Veranstaltung direkt an die Dortmunder Polizei zu übermitteln.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Dortmund