Großrazzia gegen Bande von falschen Bankmitarbeitern im Ruhrgebiet und Münsterland

Großrazzia gegen Bande von falschen Bankmitarbeitern im Ruhrgebiet und Münsterland

Unter Federführung der Kreispolizei Steinfurt durchsuchten mehr als 100 Beamte am Dienstagmorgen zeitgleich Objekte in vier Städten. Ziel der Aktion war ein mutmaßlich bundesweit agierendes Netzwerk, das ältere Menschen mit einem klassischen Enkeltrick-Telefonat um hohe Geldsummen betrogen hat.

Durchsuchungen in vier Städten

Die Einsatzkräfte, darunter Spezialisten der Polizei-Tür (P.TÜR) für die gewaltsame Öffnung von Türen, suchten Wohnungen und Geschäftsräume in:

  • Kreis Steinfurt
  • Recklinghausen
  • Gelsenkirchen
  • Essen

Die Razzia war der vorläufige Höhepunkt monatelanger Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster und der Kripo Steinfurt. Beschlagnahmt wurden umfangreiche Beweismittel wie Handys, Computer, Schriftstücke und Bargeld.

Betrugsmodus: Falsche Bankmitarbeiter

Den bisherigen Ermittlungen zufolge riefen die Täter ihr Opfer an, gaben sich als Enkel oder nahe Verwandte aus und baten unter einem Vorwand um dringende finanzielle Hilfe. Kurz darauf meldete sich ein Komplize, der sich als Bankangestellter ausgab, um die Geldübergabe zu organisieren. Auf diese Weise erbeuteten die Betrüger in dutzenden Fällen fünf- bis sechsstellige Summen. Die Polizei geht von einer zweistelligen Anzahl von Verdächtigen aus.

Ermittlungen dauern an

Die Durchsuchungen dienten der Sicherung weiterer Beweise. Noch ist kein Festnahme- oder Verhaftungsbefehl vollzogen worden. Die Ermittlungen, auch zur genauen Rolle der einzelnen Beschuldigten, laufen auf Hochtouren. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, besonders ältere Menschen vor dieser Masche zu warnen und bei verdächtigen Anrufen sofort die Polizei unter 110 zu verständigen.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Steinfurt