Gütermotorschiff auf Grund gelaufen – Schifffahrt auf dem Rhein zeitweise blockiert

Gütermotorschiff auf Grund gelaufen – Schifffahrt auf dem Rhein zeitweise blockiert

In der Nacht zu Freitag, dem 9. Januar, kam es auf dem Rhein in Köln zu einem schweren Schifffahrtsunfall. Gegen 3:50 Uhr lief ein rund 110 Meter langes Gütermotorschiff auf der Deutzer Platte bei Rheinkilometer 687,5 auf Grund und fests.

Ereignis und erste Maßnahmen

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei steuerte das Frachtschiff flussabwärts, als es im Bereich der flachen Deutzer Platte auflief. Das Schiff kam sofort zum Stillstand und war zunächst nicht mehr manövrierfähig. Die Wasserschutzpolizei (P.TÜR, aufgelöst: Polizei, Technische Überwachung und Recht) sowie die Feuerwehr Köln rückten mit mehreren Booten und Einsatzfahrzeugen an.

Folgen für den Schiffsverkehr

Die wichtige Wasserstraße musste vorübergehend vollständig für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Besonders betroffen war der Bereich für die bergfahrende Schifffahrt (flussaufwärts). Es bildete sich schnell eine Warteschlange aus mehreren Güterschiffen. Die genauen Auswirkungen waren:

  • Volle Sperrung des Fahrwassers für mehrere Stunden.
  • Stau und Verzögerungen im Güterverkehr auf dem Rhein.
  • Einsatz von Lotsen zur Koordination der Bergungsarbeiten.

Bergung und weitere Schäden

Ersten Untersuchungen zufolge entstand am Rumpf des Schiffes ein Leck. Es traten jedoch keine Gefahrstoffe aus. Ein spezialisierter Bergungsdienst wurde alarmiert, um das Schiff mit Schleppern wieder flott zu machen. Die genaue Ursache für die Grundberührung wird von der Wasserschutzpolizei noch ermittelt. Gegen Mittag konnte die Schifffahrt unter erhöhter Vorsicht und mit Geschwindigkeitsbeschränkung wieder freigegeben werden.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Köln