Verwaltungsgericht weist BUND-Klage ab: Castortransporte von Jülich nach Ahaus stehen bevor

Verwaltungsgericht weist BUND-Klage ab: Castortransporte von Jülich nach Ahaus stehen bevor

Münster. Die Polizei Münster hat ihre Vorbereitungen für die anstehenden Castortransporte aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus abgeschlossen. Ein zeitnaher Start der Atomtransporte gilt nach einem aktuellen Gerichtsurteil als wahrscheinlich.

Rechtsweg vorerst ausgeschöpft

Das Verwaltungsgericht Münster wies am Donnerstag eine Klage der Umweltorganisation BUND Nordrhein-Westfalen gegen die Transportgenehmigungen zurück. Die Richter sahen keine hinreichenden Erfolgsaussichten für die Klage. Damit ist ein zentrales rechtliches Hindernis für den Beginn der Transporte ausgeräumt. Der BUND kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen, was den Start jedoch nicht automatisch verzögert.

Polizei in Bereitschaft

„Wir stellen uns seit langem auf diese Aufgabe ein und sind vorbereitet“, erklärte ein Sprecher der Polizei Münster. Die Beamten rechnen mit Protesten von Atomkraftgegnern entlang der Transportroute. Die Polizei hat umfangreiche Sicherungsmaßnahmen geplant, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Transporte zu gewährleisten. Dazu zählen:

  • Die Einrichtung von Stabsstellen zur Koordination des Einsatzes.
  • Die Bereitstellung von zusätzlichen Kräften aus dem gesamten Regierungsbezirk.
  • Enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden in Jülich und Ahaus sowie den Nachbarpolizeibehörden.
  • Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Absicherung der Transportroute.

Hintergrund der Transporte

In Jülich lagern seit Jahren 152 Castor-Behälter mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor. Diese sollen nun in das bereits für hochradioaktiven Abfall genutzte Zwischenlager im münsterländischen Ahaus verbracht werden. Die genauen Termine für die Transporte unterliegen der Geheimhaltung. Die Polizei appelliert an alle Beteiligten, Proteste friedlich zu gestalten und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Münster