Überlastete Tierheime und Kritik an Massentierhaltung belasten Tierschutz

Überlastete Tierheime und Kritik an Massentierhaltung belasten Tierschutz
Quelle: KI-generiert

Alarmierende Zustände in deutschen Tierheimen: Überforderung und steigende Notfälle

Die Situation in deutschen Tierheimen spitzt sich dramatisch zu. Vielerorts sind die Kapazitäten erschöpft, während die Zahl der Tiere in Not stetig steigt. Besonders betroffen sind Tierheime in Großstädten wie Berlin, aber auch ländliche Einrichtungen sehen sich zunehmend überfordert.

Als Hauptursachen für die angespannte Lage gelten unüberlegte Tieranschaffungen während der Corona-Zeit, die nun vermehrt zu Abgaben führen, sowie die steigende Zahl von Fundtieren, insbesondere Katzen. Viele Halter sind zudem mit den gestiegenen Kosten für Tierfutter und Tierarztleistungen überfordert und sehen sich gezwungen, ihre Tiere abzugeben.

Massentierhaltung und ihre Folgen: Antibiotikaeinsatz und Tierleid

Die Massentierhaltung steht weiterhin massiv in der Kritik. Verbände fordern ambitionierte Reduktionsziele für den Antibiotikaeinsatz und ein generelles Verbot von Reserveantibiotika. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass ein Eckpunktepapier des Bundeslandwirtschaftsministeriums nicht ausreiche, um das Problem einzudämmen.

Die katastrophalen Auswirkungen der Massentierhaltung auf Tiere, Klima, Umwelt und Menschen sind längst bekannt. Schweine mit abgeschnittenen Schwänzen, Hühner mit gekürzten Schnäbeln und Ställe ohne Tageslicht sind nur einige Beispiele für die Zustände, unter denen Tiere in der Massentierhaltung leiden.

Artenschutz beginnt vor der Haustür: Vielfalt in Städten

Auch in Städten gibt es eine erstaunliche Vielfalt an Wildtieren. In Berlin wurden beispielsweise 200 verschiedene Wildtierarten nachgewiesen. Wanderfalken, Waschbären und Waldohreulen sind nur einige Beispiele für Tiere, die die Stadt als Lebensraum entdecken.

Der NABU und der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) arbeiten zusammen, um den Artenschutz vor der eigenen Haustür zu fördern. Zoos spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Artenvielfalt und setzen sich für den Schutz heimischer Arten ein.

Politische Untätigkeit und Tierschutzwandel

Trotz des im Grundgesetz verankerten Staatsziels Tierschutz hat sich in den letzten 20 Jahren kaum etwas getan. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher einen Tierschutzwandel und ein konsequenteres Handeln der Politik. Unvorstellbares Leid ist für unzählige Tiere in Deutschland nach wie vor Alltag: in der Massentierhaltung, Tierversuchen, dem illegalen Tierhandel, als Straßenkatzen oder Qualzuchten und in vielen weiteren Situationen. Es braucht endlich einen politischen Kurswechsel, um den Tierschutz in Deutschland nachhaltig zu verbessern.

Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Tierfreund