Südwestfalen: Fokus auf Waldschäden, Industrie und Infrastruktur nach Regierungswechsel

Südwestfalen: Fokus auf Waldschäden, Industrie und Infrastruktur nach Regierungswechsel
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Politik-Monitor Südwestfalen: Wald, Industrie, Infrastruktur im Fokus

In Südwestfalen stehen die Zeichen auf Veränderung. Nach dem Ende der Ampelregierung vor sieben Monaten rücken zentrale Themen wie Wald, Industrie und Infrastruktur wieder stärker in den Fokus der politischen Debatte. Die Region, bestehend aus Siegen-Wittgenstein, Soest, Arnsberg und Umgebung, sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, die innovative und gerechte Lösungen erfordern.

Wald im Wandel: Forschung für die Zukunft

Der Zustand der Wälder in Südwestfalen ist weiterhin besorgniserregend. Klimawandel, Borkenkäferbefall und andere Faktoren haben in den letzten Jahren massive Schäden verursacht. Umso wichtiger ist die Arbeit von Expert:innen und Waldnutzer:innen, die im Rahmen von Projekten wie „ReForm-regioWald“ gemeinsam an Strategien für eine ökologisch nachhaltige Aufforstung arbeiten. Ziel ist es, widerstandsfähige und multifunktionale Zukunftswälder zu schaffen, die sowohl ökologische Vielfalt als auch wirtschaftliche Tragfähigkeit vereinen. Die Fachhochschule Südwestfalen und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW arbeiten zusammen, um die Forschung zu Waldökosystemen zu stärken. Ein wichtiger Aspekt ist die praxisnahe Ausbildung und die enge Kooperation zwischen Forschung und Forstwirtschaft.

Industrie im Umbruch: Strukturwandel gestalten

Die Industrielandschaft in Südwestfalen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Es gilt, die Unternehmen der Region bei der Transformation zu unterstützen und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei spielen Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Es muss verhindert werden, dass der Strukturwandel zu sozialer Kälte und Ausbeutung führt. Stattdessen braucht es eine Politik, die die Interessen der Arbeitnehmer:innen in den Vordergrund stellt und faire Löhne und Arbeitsbedingungen sichert.

Infrastruktur am Limit: Investitionen dringend notwendig

Die Infrastruktur in Südwestfalen ist vielerorts marode und sanierungsbedürftig. Straßen, Brücken und Schienenwege müssen dringend modernisiert werden, um die Mobilität der Bürger:innen und Unternehmen zu gewährleisten. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist von großer Bedeutung, um eine attraktive Alternative zum Individualverkehr zu schaffen. Hier sind massive Investitionen von Bund und Land erforderlich. Es darf nicht sein, dass Südwestfalen aufgrund einer verfehlten Sparpolitik abgehängt wird.

Sozialpolitik: Gerechtigkeit statt Spaltung

In der Sozialpolitik steht Südwestfalen vor großen Herausforderungen. Die Schere zwischen Arm und Reich droht sich weiter zu öffnen. Umso wichtiger ist es, dass die Politik gegensteuert und für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt. Dazu gehört die Stärkung des Sozialstaates, die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung sowie die Schaffung von gleichen Chancen für alle. Die kürzliche Debatte um eine Bürgergeldreform zeigt, wie wichtig es ist, dass die SPD hier eine klare Haltung einnimmt und sich für die Interessen der Schwächsten in der Gesellschaft einsetzt. Soziale Gerechtigkeit bedeutet Umverteilung von oben nach unten: existenzsichernde Mindestlöhne, Stopp der Rente mit 67 und Bürgergeld ohne Sanktionen.

Mobilität neu denken: Nahverkehr stärken

Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung, um am Leben teilnehmen zu können. In Südwestfalen muss der öffentliche Nahverkehr attraktiver und bezahlbarer werden. Ein fahrscheinloser Nahverkehr wäre ein wichtiger Schritt, um soziale Teilhabe zu ermöglichen, die Umwelt zu entlasten und die Straßen zu entlasten. Auch der Radverkehr muss gefördert werden, allerdings ohne die Interessen der Fußgänger:innen zu vernachlässigen. Oft werden Fußgänger durch kombinierte Rad/Fusswege gefährdet, das darf nicht sein.

Bildquelle: Pixabay – Dieser Beitrag wurde erstellt von Politikredaktion SW