In den vergangenen Tagen hat die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke eine neue Serie betrügerischer Anrufe registriert. Bei einem der Anrufe wurde eine Seniorin aus dem Kreisgebiet um wertvollen Schmuck und Bargeld gebracht. Mehrere weitere Angerufene konnten die Betrüger jedoch in die Flucht schlagen, indem sie die Polizei verständigten.
So gingen die falschen Beamten vor
Den vorliegenden Meldungen zufolge gaben sich die Anrufer als Kriminalbeamte aus. Sie behaupteten, die sogenannte „Polizeiliche Türöffnung“ (P.TÜR) – eine Maßnahme, bei der die Polizei in Notfällen Türen öffnen darf – habe zu einem Einbruch in die Wohnung des Angerufenen geführt. Zur Sicherung von Wertsachen müsse diese nun sofort in polizeilichem Gewahrsam genommen werden. Ein angeblicher Kurier werde diese abholen.
- Die betroffene Seniorin übergab daraufhin Schmuck und Bargeld an einen unbekannten Mann, der an ihrer Haustür erschien.
- In anderen Fällen verlangten die Anrufer, dass die Betroffenen Geld und Wertsachen in einen Umschlag packen und vor die Tür legen sollten.
Polizei gibt klare Verhaltenstipps
Die Kriminalpolizei Minden weist eindringlich darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals per Telefon auffordern, Wertsachen oder Bargeld herauszugeben. Bei solchen Anrufen sollte man:
- Sofort auflegen und die Nummer nicht zurückrufen.
- Unter keinen Umständen Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herausgeben oder bereitlegen.
- Keine persönlichen Daten am Telefon preisgeben.
- Die örtliche Polizeidienststelle unter der bekannten Nummer (z.B. 110) kontaktieren, um den Vorfall zu melden und sich zu vergewissern.
- Nachbarn, insbesondere ältere Menschen, über die Vorfälle informieren.
Die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen dauern an. Hinweise bitte an die Polizei Minden unter der Telefonnummer 0571 / 8866-0.
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Quelle: Polizei Minden-Lübbecke



