Ein Leben für die Aachener Baukunst: Zum Todestag von Johann Joseph Couven
In der Kaiserstadt Aachen und weit darüber hinaus hat er bleibende Spuren hinterlassen: Johann Joseph Couven, der bedeutendste Architekt des Barocks in Aachen. Sein Todestag jährte sich am 12. September zum 262. Mal.
Couven wurde am 10. November 1701 in Aachen geboren. Er erlernte sein Handwerk von seinem Vater und dem Baumeister Laurenz Mefferdatis. 1739 wurde er zum Stadtarchitekten von Aachen ernannt. In dieser Funktion prägte er das Stadtbild maßgeblich. Couven organisierte Stadtbesichtigungen für hochgestellte Persönlichkeiten und war für die Ausgestaltung der Krönungsfeierlichkeiten von Franz I. Joseph in Frankfurt am Main zuständig.
Couvens Handschrift findet sich an zahlreichen Bauwerken in Aachen und Umgebung. Er gestaltete das Rathaus im Barockstil um. Nach seinen Plänen wurden Häuserblocks, Villen und Kirchen errichtet. Auch der Karlsbrunnen mit seinem Blausteinbecken und den bronzenen Fischskulpturen trägt seine Handschrift. Darüber hinaus wirkte er an Umbauten des Schöffenhauses am Katschhof und einer Halle der Tuchmachergilde mit.
Sein Wirken beschränkte sich jedoch nicht nur auf Aachen. Er arbeitete auch für die Städte Düsseldorf, Lüttich und Limburg. Couven blieb seiner Heimatstadt Aachen jedoch stets verbunden.
Noch heute erinnern zahlreiche Einrichtungen an den großen Baumeister: ein Gymnasium, die Universitäts-Halle der RWTH, ein Museum und eine Straße tragen seinen Namen. Johann Joseph Couven starb am 12. September 1763 in Aachen. Sein architektonisches Erbe prägt das Stadtbild bis heute und zeugt von seinem außergewöhnlichen Talent und seinem unermüdlichen Schaffen.
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