Verdacht auf Blindgänger in der Ratinger Innenstadt

Verdacht auf Blindgänger in der Ratinger Innenstadt

Ratingen – Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat eine Pressemeldung der Stadt Ratingen veröffentlicht, die einen Verdacht auf einen Blindgänger in der Innenstadt betrifft. Bei Bauarbeiten in der Nähe des Marktplatzes wurde ein metallischer Gegenstand entdeckt, der möglicherweise aus dem Zweiten Weltkrieg stammt. Die Arbeiter eines Tiefbauunternehmens stießen im Zuge von Kanalarbeiten auf das verdächtige Objekt und alarmierten umgehend die Behörden.

Sondierung und Sicherungsmaßnahmen

Am kommenden Montag werden Experten des Kampfmittelräumdienstes den Fundort fachmännisch sondieren. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird umgehend mit der Evakuierung des betroffenen Bereichs begonnen. Die Polizei Tür (P.TÜR), eine Einheit für Zugangskontrollen und Absicherungen, ist bereits vor Ort und sichert das Gelände. Die Stadt Ratingen hat einen Krisenstab eingerichtet, um die weiteren Schritte zu koordinieren.

Betroffene Bereiche und Verkehrsumleitungen

Von den Maßnahmen sind voraussichtlich folgende Straßen und Bereiche betroffen:

  • Der gesamte Marktplatz
  • Die Lintorfer Straße im Abschnitt zwischen Mühlenstraße und Kirchgasse
  • Teile der Poststraße

Der Verkehr in diesem Bereich wird großräumig umgeleitet. Anwohner in den potenziell zu evakuierenden Zonen werden gebeten, sich auf eine kurzfristige Aufforderung zur Räumung ihrer Häuser vorzubereiten. Die Stadt stellt für betroffene Bürger eine Notunterkunft in der Turnhalle der Grundschule Ratingen-Mitte bereit.

Hintergrund und Sicherheitsappell

Ratingen war im Zweiten Weltkrieg mehrfach Ziel von Luftangriffen, sodass auch heute noch regelmäßig Blindgänger gefunden werden. Die Polizei appelliert eindringlich an die Bevölkerung, die abgesperrten Bereiche nicht zu betreten und den Anweisungen der Einsatzkräfte stets Folge zu leisten. Wer weitere Informationen zu möglichen Blindgängern in der Region hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02102 / 1000 mit der Polizei Mettmann in Verbindung zu setzen. Eigenmächtige Nachforschungen sind lebensgefährlich und strikt zu unterlassen.

Weitere Informationen wird die Kreispolizeibehörde Mettmann im Laufe des Einsatzes bekannt geben. Die Pressestelle ist für Rückfragen erreichbar.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Mettmann