Crash Kurs NRW in Ratingen: Jugendliche konfrontiert mit harten Unfallfolgen

Crash Kurs NRW in Ratingen: Jugendliche konfrontiert mit harten Unfallfolgen

Ratingen. Mit schonungslosen Bildern und emotionalen Berichten hat die Kreispolizei Mettmann am Donnerstag Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Ratingen aufgerüttelt. Im Rahmen des Präventionsprogramms „Crash Kurs NRW“ verdeutlichten Polizeibeamte, Rettungskräfte und Unfallopfer, welche verheerenden Folgen Leichtsinn und Regelverstöße im Straßenverkehr haben können.

Junge Fahrer als Risikogruppe

Die Statistik ist eindeutig: Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren verursachen überproportional viele schwere Verkehrsunfälle. Hauptgründe sind oft Unerfahrenheit, Selbstüberschätzung, Ablenkung durch das Smartphone, überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer. „Unser Ziel ist es, diese Zahlen nachhaltig zu senken, bevor ein Unfall geschieht“, erklärt ein Polizeisprecher. Seit 2011 setzt die Kreispolizei daher auf die konfrontative Methode des Crash Kurses.

Betroffene berichten aus erster Hand

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen keine trockenen Vorträge, sondern eindringliche Schilderungen. Ein Notarzt schilderte den Kampf um das Leben Schwerverletzter am Unfallort. Eine Feuerwehrfrau berichtete von den psychischen Belastungen für Einsatzkräfte nach besonders grausamen Szenen. Am bewegendsten waren die Erzählungen eines Unfallopfers, das durch einen schweren Crash dauerhafte gesundheitliche Schäden erlitten hat.

Ziel: Verhalten nachhaltig ändern

Das Programm zielt darauf ab, bei den jungen Zuhörern eine dauerhafte Verhaltensänderung zu bewirken. Die Botschaft ist klar:

  • Jeder Unfall hat reale Opfer – in den Fahrzeugen und unter den Rettern.
  • Regeln wie Geschwindigkeitsbegrenzungen oder das Alkoholverbot am Steuer existieren zum Schutz aller.
  • Die Entscheidung für risikoreiches Verhalten wird vor der Fahrt getroffen, nicht währenddessen.

Die emotionale Resonanz in der Aula war groß. Viele Schüler zeigten sich nach der Veranstaltung sichtlich betroffen und nachdenklich. Die Polizei hofft, dass diese Eindrücke im entscheidenden Moment eine lebensrettende Wirkung entfalten.

Bildnachweis: Pixabay

Quelle: Polizei Mettmann