Handwerk in der Krise – Belastungsmoratorium gefordert
Das deutsche Handwerk steckt tief in der Krise. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sehen die Betriebe noch kein Ende der konjunkturellen Tristesse. Die aktuelle Geschäftslage wird schlechter bewertet als im Vorjahr, und die Erwartungen für die kommenden Monate sind verhalten. Sinkende Auftragsbestände, schwache Umsätze und eine niedrige Investitionsneigung prägen das Bild.
Besonders schmerzhaft sind die steigenden Material-, Energie- und Lohnkosten, die die Betriebe erheblich belasten. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke fordert daher ein Belastungsmoratorium für die Betriebe. Zudem brauche es eine echte Vereinfachung bei Dokumentations- und Berichtspflichten sowie mehr Tempo bei der Genehmigung von Bau- und Infrastrukturprojekten. Die Zuversicht, die viele Handwerker nach dem Regierungswechsel hatten, sei weitgehend aufgebraucht. Als Gründe dafür nennt Schwannecke überbordende Bürokratie, lange Genehmigungsverfahren, hohe Energiepreise, eine hohe Steuer- und Abgabenlast sowie eine unklare wirtschaftspolitische Linie mit zu geringer Orientierung auf den Mittelstand.
Inflation steigt – DAX schwächelt
Die Inflation in Deutschland ist im November erneut gestiegen und erreichte mit 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Wert seit Juli. Vor allem Dienstleistungen wie Versicherungen und Flugtickets trieben die Preise nach oben. Lebensmittel und Getränke könnten in den kommenden Monaten noch teurer werden.
Auch am Aktienmarkt herrscht keine eitel Freude. Nach einer Rekordwoche legte der DAX eine Verschnaufpause ein. Gewinnmitnahmen prägten den Handelstag. Laut Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, macht der DAX einen Tauchgang und kassiert damit einen guten Teil seiner Kursgewinne wieder ein. Gründe dafür seien die US-Zölle und die unsichere politische Lage in Berlin.
US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Der Blick richtet sich gespannt auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Analysten werden genau darauf achten, wie viele Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst gestrichen wurden und welche Auswirkungen dies auf die Arbeitslosenquote hat. Alle zukünftigen Daten würden nun nach Hinweisen auf eine Rezession untersucht, so Stanzl.
Bildquelle: KI-generiert – Dieser Beitrag wurde erstellt von Wirtschaftsredaktion



